Kultur : BSE: Lebensmittelpolizei - Wie Baden-Württemberg kontrolliert

Andreas Böhme

"Flächendeckende Kontrollen" nach riskanten Fleischprodukten werden derzeit von den Bundesländern versprochen. Doch wie sehen diese Kontrollen aus? Ein Beispiel aus Baden-Württemberg.

Hier sollen die Beamten des Wirtschaftskontrolldienstes (WKD), einer Spezialabteilung der Polizei, die es in dieser Form nur im Südwesten gibt, für die Kontrollen sorgen. 500 der knapp 32 000 Polizisten wurden in einer zwölfmonatigen Spezialausbildung geschult. Sie widmen sich der Umweltkriminalität, vor allem aber der Lebensmittelüberwachung. Der WKD überwacht alle Stufen der Produktion in der Landwirtschaft, der Industrie, in Metzgereien, Bäckereien, Groß- und Hotelküchen und überprüft den Handel. Die Kontrollen finden ganzjährig in regelmäßigen Abständen, aber auch bei Beschwerden und in Verdachtsfällen statt.

Derzeit wird kontrolliert, ob die Einzelhändler an der freiwilligen Rückrufaktion teilnehmen, ob Inhaltsangaben verändert oder Produkte umetikettiert wurden. Das Landwirtschaftsministerium hat dem WKD, der den knapp 40 Polizeidirektionen des Landes angegliedert ist, Rezepturlisten an die Hand gegeben, die allerdings nicht vollständig sind und die nur Grundbestandteile einzelner Wurstsorten auflisten, nicht aber Spezialmischungen einzelner Hersteller.

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