Kultur : Buchmesse: Kritisches Echo auf Umzugspläne

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Die Überlegung des Chefs der Frankfurter Buchmesse, Volker Neumann, das weltgrößte Branchentreffen nach München zu verlagern, hat ein kritisches Echo hervorgerufen. Die Buchmesse gehöre zu Frankfurt, sagten Vertreter aus Politik und Kultur, darunter der Publizist Marcel ReichRanicki. Ein Sprecher von 17 Münchner Großhotels dementierte – angesichts der Klagen über hohe Zimmerpreise in Frankfurt – Berichte, wonach die Münchner Hotellerie bei Umzug der Messe einen Preisnachlass von 25 Prozent anbiete. Zu Neumanns Kritik an veralteten Messebauten erklärte ein Sprecher der Frankfurter Messe, gerade die Buchmesse profitiere von der neuen Halle 3, die zu den modernsten Europas zähle. Kulturdezernent Hans-Bernhard Nordhoff sprach von einem „Poker“, bei dem es „nicht um kulturelle Werte, sondern um Knete“ gehe. Neumann erklärte unterdessen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Wenn es sein muss, können wir mit der Messe schon 2004 in München sein.“ dpa

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