Kultur : Buchmesse Leipzig: Bücherbutt für Martel

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Der Deutsche Bücherpreis, der seit 2002 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels im Rahmen der Leipziger Buchmesse verliehen wird, wurde dieses Jahr in sechs Kategorien vergeben. Die von Günter Grass gestaltete Trophäe, den so genannten Bücherbutt, gewann in der Sparte Belletristik der Kanadier Yann Martel für seinen Roman „Schiffbruch mit Tiger“. Der Bücherbutt für das beste Sachbuch ging an Michael Moore für „Stupid White Men“; in der Kategorie Kinder und Jugendbuch siegte der Ire Eoin Colfer mit seiner fantastischen Kindergeschichte „Artemis Fowl – Der Geheimcode“. Den Butt für das beste Debüt bekam Yadé Kara für ihren Berlin-Roman „Selam Berlin“. Für ihr Lebenswerk wurde die Kinder- und Jugendbuchautorin Mirjam Pressler geehrt. Den Publikumspreis erhielt Eric-Emmanuel Schmitt für seine Erzählung „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“. Für den Deutschen Bücherpreis werden jeweils die meistverkauften Titel nominiert.

Im Mittelpunkt des zweiten Buchmesse-Tages stand der Lesernachwuchs. Hier mahnte die Stiftung Lesen ein nationales Programm zur Leseförderung an. Deren Vorsitzender Heinrich Kreibich sagte, dass in Deutschland seit PISA zu viel geredet und zu wenig für Leseförderung getan werde. Neunzig Prozent der Aktionen zur Leseförderung gingen an der Zielgruppe vorbei. Tsp

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