Kultur : Buchpreisbindung: Libro nimmt Rechtsbeschwerde zurück

Im Streit um die Buchpreisbindung hat die österreichische Handelskette Libro die Beschwerde gegen die Zurückweisung einer einstweiligen Verfügung zurückgenommen. Damit wird es keine Verhandlung in der Hauptsache vor dem Oberlandesgericht (OLG) München geben, sagte ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage. Libro wollte in einer einstweiligen Verfügung (AZ: 7 HKO 12729/00) erreichen, dass sieben Münchner Verlage - darunter Gräfe und Unzer, Droemer Weltbild und der Beck-Verlag - die Großhandelskette weiter beliefern müssen. Die entsprechenden Anträge wurden im Juli vom Landgericht München zurückgewiesen. Hintergrund der nun erfolgten Rücknahme der Beschwerde ist die Aufhebung des Lieferboykotts, nachdem Libro im Gegenzug die Bestseller-Rabatte im Internet zurückgenommen hatte. Viele deutsche und Schweizer Verlage sowie einige Buchgroßhändler hatten ihre Lieferungen an Libro eingestellt, weil die Kette mit Preisnachlässen im Internet-Handel die Buchpreisbindung in Deutschland unterlaufen habe. Daraufhin kam es zu juristischen Auseinandersetzungen. In der vergangenen Woche durchsuchten EU- Ermittler in Deutschland und Österreich mehrere Verlage und Buch-Großhändler wegen Kartellverdachts.

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