Kultur : Bücher zu Weihnachten: Christoph Amend

Meine nachtblaue Hose

Die Entdeckung

David Wagner: Meine nachtblaue Hose . Roman. Alexander Fest Verlag, Berlin 2000. 183 Seiten, 34 DM.

Wie die Mittelstands-Jugend war in der alten Bundesrepublik, zwischen Nutella-Papier und einer scheinbar gesicherten Zukunft: Wagners Debüt erzählt davon in einem unnachahmlich beiläufigen Ton.

Der Geheimtipp

John Seabrook: Nobrow . Alfred A. Knopf, New York 2000. 215 Seiten, 34 $ (US).

Der Untertitel erklärt es: "The culture of marketing - the marketing of culture". John Seabrock, Reporter beim "New Yorker", analysiert, wie die Kulturlandschaft sich verändert: Aus highbrow wird nobrow.

Die Ausgrabung

Gore Vidal: Myra Breckinridge . Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1969. 318 Seiten, antiquarisch. Englisch bei Penguin.

Der vielleicht beste Roman des faszinierenden Intellektuellen, gewidmet seinem Freund und Idol Christopher Isherwood, mit einem hinreißenden ersten Satz: "Ich bin Myra Breckinridge, die nie ein Mann besitzen wird."

Das Vademecum

Klaus Harpprecht: Im Kanzleramt . Rowohlt, Reinbek 2000. 589 Seiten, 48 DM.

Ein spannendes Tagebuch zur Frage, wie es war mit Willy Brandt. Der Journalist Harpprecht, Kanzler-Berater von 1972 bis 1974, berichtet aus dem Zentrum der Macht.

Der Joker

Ray Kurzweil: Homo S@piens. Leben im 21. Jahrhundert. Was bleibt vom Menschen?

Econ, München 2000. 512 Seiten, 19,90 DM.

Wie geht es weiter mit der Menschheit? Der Computer-Experte Kurzweil entwirft ein Szenario aus der Sicht des Wissenschaftlers. Wie ein Roman geschrieben mit einem überraschenden Ende.

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