Kultur : Büchner-Preis 1999 für den deutschen Autor Arnold Stadler

Der Schriftsteller Arnold Stadler, der zu den herausragenden Erzählern der jüngeren Autoren-Generation gehört, erhält in diesem Jahr den Georg-Büchner-Preis. Das entschied die Jury der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Die bedeutendste Auszeichnung der deutschsprachigen Literatur ist mit 60 000 Mark dotiert. Nachdem der Preis in den vergangenen zwei Jahren nach Österreich gegangen war - 1997 an H.C. Artmann, 1998 an Elfriede Jelinek - ist mit dem 45jährigen Stadler wieder ein deutscher Autor ausgezeichnet worden. Stadler lebt derzeit als Stadtschreiber im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim. Bekannt wurde der Autor mit seinen autobiographisch gefärbten Romanen. Mit "Ich war einmal" erschien 1989 der erste Roman seiner halb-autobiographischen Trilogie. 1992 folgte der Roman "Feuerland", in dem der Ich-Erzähler nach Patagonien reist. Die zeitliche Lücke zwischen Kindheit und einer Weltreise füllt sein Werk "Mein Hund, meine Sau, mein Leben" (1994). In diesem Band berichtet der Ich-Erzähler noch von seiner Jugend in Meßkirch. Die Gratwanderung zwischen Tragödie und Komödie inszenierte er auch in seinem vierten Roman "Der Tod und ich, wir zwei".

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