Bühne : Von der Höhle zur Parkbank

Ein Alptraum: Die Freundin ist weg, den Job ist man los und statt im Bett erblickt man die ersten Sonnenstrahlen auf der Parkbank. Aber keine Sorge – der Entertainer Ingolf Lück nimmt es gelassen. Mit seiner Show „One Way Man“ gastiert er in der Bar jeder Vernunft.

Nadine Lange

Berlin Er hat sich zu einem echten Experten für Geschlechterfragen entwickelt: 200 Mal erklärte Ingolf Lück als Hauptfigur der deutschen Ausgabe des Broadway-Erfolgs „Caveman“, was zwischen Männern und Frauen seit der Steinzeit alles schief läuft. Anschließend befasste er sich als Regisseur der kanadischen Erfolgskomödie „Traumfrau Mutter“ mit dem Schicksal von sechs Frauen, die überraschend Mütter geworden sind.

Seinen geballten Erfahrungsschatz bringt der 49-jährige Entertainer nun in das Solostück „One Way Man“ ein, bei dem er auch selbst Regie führt. Er spielt Frank Wagner, einen Machotypen mit toller Freundin und schicker Wohnung. Doch eines verkaterten Morgens ist alles anders: Sein Job ist weg, die Freundin auch, und irgendwie erinnert er sich nicht mehr richtig an die letzte Nacht. Nun sitzt er auf einer Parkbank und versucht in den kommenden 90 Minuten zu verstehen, was passiert ist. Dabei gelingen Frank auch einige erhellende Einblicke in die Eigenarten seiner Geschlechtsgenossen. Dass es auf diesem Trip in eine verstörte Männerseele einiges zu lachen geben wird, ist garantiert. Denn Ingolf Lück steht seit über 20 Jahren für geistreichen und bösen Witz. Der gebürtige Bielefelder hat mit seinen „Formel Eins“-Moderationen schon Comedy gemacht, bevor das Wort in Deutschland geläufig war. Und als Anchorman der Sat1-„Wochenshow“ war er von 1996 bis 2002 an einer der erfolgreichsten und interessantesten Unterhaltungssendungen der jüngeren Fernsehgeschichte beteiligt. Der Mann weiß, was er tut.


Bar jeder Vernunft, Fr 3.8. bis So 19.8., Di-Do 20.30 Uhr, Fr-So 20 Uhr, VVK 28,50 € DN744

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