Bürgerbegehren : Dresdner wollen Elbtal retten

Aufatmen für die Kleine Hufeisennase: Dresdens Bürger haben genug Stimmen für ein Bürgerbegehren gesammelt. Damit könnte der Bau eines Elbtunnels erstritten werden.

Hufeisennase
Bedroht: Die Kleine Hufeisennase. -Foto: ddp

DresdenIm Streit um den Bau der Waldschlößchenbrücke liegen der Stadt Dresden 35.305 gültige Unterschriften für einen Elbtunnel vor. Für das Bürgerbegehren wären 21.021 Stimmen, fünf Prozent der wahlberechtigten Dresdner, erforderlich gewesen, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte. Die 8000 Unterschriftenlisten waren dem amtierenden Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos) am 11. März vor dem Rathaus übergeben worden. Die Zählung und Prüfung wurde am 29. März abgeschlossen.

Von den eingereichten 42.299 Unterschriften waren den Angaben zufolge 6994 ungültig, da die Unterzeichner nicht in Dresden wohnen, noch nicht 18 Jahre alt sind oder mehrfach unterschrieben haben. Bis der Stadtrat am 30. April über einen möglichen Bürgerentscheid zum Bau eines Elbtunnels anstelle der umstrittenen Waldschlößchenbrücke entscheidet, können weitere Unterschriften eingereicht werden. Diese werden aber aufgrund der bereits erreichten Stimmenzahl nicht mehr überprüft.

Mit dem Bau der Waldschlößchenbrücke im Unesco-geschützten Dresdner Elbtal war nach einem mehrere Jahre währenden Streit im November 2007 begonnen worden. Die Brücke soll im Frühjahr 2010 fertiggestellt sein. Das Welterbekomitee der Unesco will im Juli über die Aberkennung des Titels für das Dresdner Elbtal entscheiden. Die Brückengegner wollen mit dem Bürgerbegehren Elbtunnel den Erhalt des Welterbetitels erreichen. (mpr/ddp)

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