Kultur : Bund übernimmt Stasi-Gedenkstätte

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Die ehemalige Machtzentrale des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin soll nach dem Willen einer Expertenkommission zur nationalen Gedenkstätte werden. Der Dienstsitz sei „auf Grund seiner herausragenden historischen Bedeutung ein Ort von nationaler Bedeutung, der zu erhalten und dokumentieren ist“, schreibt die Fachkommission in ihrem Abschlussbericht, der am am Montag an Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) übergeben wurde.

Das Stasi-Ministerium sei das „wichtigste Herrschafts- und Unterdrückungsinstrument der SED-Diktatur“ gewesen. Nach dem Votum der Experten soll das so genannte Haus 1 in Bundeseigentum übergeführt werden. In die Sanierung des maroden Gebäudes müsse ein „zweistelliger Millionenbetrag“ aus zusätzlichen Mitteln des Bundes investiert werden. Die Stasi-Unterlagenbehörde soll Träger einer unselbstständigen Stiftung werden, die auf Grundlage des Kommissionsberichtes ein Gesamtnutzungskonzept für die Gedenkstätte entwickelt. Stiftungsrats-Vorsitzende soll die Bundesbeauftragte Marianne Birthler werden.dpa

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