Kultur : Bundespräsidenten-Konzert 1999 erstmals ohne Philharmoniker

Das Berliner Philharmonische Orchester wird im kommenden Jahr erstmals nicht beim Benefitz-Konzert des Bundespräsidenten spielen.Da sich Bundespräsidialamt und Orchester nicht auf einen für beide Seiten praktikablen Termin einigen konnten, kommt nun das Gewandhausorchester aus Leipzig am 23.Juni 1999 nach Berlin, um unter der Leitung ihres neuen Chefdirigenten Herbert Blomstedt in der Philharmonie zu spielen.Ministerialdirigent Walter Karschies vom Bundespräsidialamt betonte, das Benefizkonzert sei "kein Erbhof" des Berliner Philharmonischen Orchsters: "Es gibt kein Gesetz der Welt, das den Bundespräsidenten an ein bestimmtes Orchester bindet." Dennoch habe die Kooperation mit dem Gewandhausorchester natürlich "für alle Beteiligten einige Verwirrung mit sich gebracht".Der Intendant des Berliner Philharmonischen Orchesters, Elmar Weingarten, erklärte, das Bundespräsidialamt hätte sich erst im Feburar mit dem Terminwunsch für 1999 an ihn gewandt.Diese Vorlaufzeit sei zu kurz gewesen.Beim diesjährige Benefizkonzert beispielseise habe sie zweieinhalb Jahre betragen.Weingarten betonte, die Berliner Musiker hätten "Verständnis dafür, daß der Bundespräsident zum Ende seiner Amtszeit eine Geste in Richtung der Neuen Länder machen möchte." Im übrigen sei man aber weiterhin in Kontakt mit dem Bundespräsidialamt, was Benefizkonzerte in kommenden Jahren betreffe.Herzogs Amtszeit endet am 30.Juni 1999. F.H.

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