Kultur : Bundesregierung erhofft neue Impulse

Für die "Beutekunst"-Verhandlungen mit Russland erhofft die Bundesregierung "neue Impulse". Das russische Parlament billigte am Mittwoch einstimmig Änderungen zum umstrittenen "Beutekunst"-Gesetz in dritter und letzter Lesung. Die Novellen betreffen jedoch nicht die Gesetzes-Passagen, in denen die aus Deutschland und dessen verbündeten Staaten im Zweiten Weltkrieg in die Sowjetunion verbrachten Kunstschätze zum russischen Eigentum erklärt werden.

Berlin verspreche sich von der Russland-Reise des Kulturstaatsministers Michael Naumann am heutigen Donnerstag neue Impulse für die "Beutekunst"-Verhandlungen, sagte eine Sprecherin Naumanns. Naumann und der Bremer Bürgermeister Henning Scherf führen zunächst "Beutekunst"-Gespräche in Moskau mit Kulturminister Michail Schwydkoi. Dieser übergibt ihnen die offizielle Ausfuhrgenehmigung für 101 Zeichnungen der Bremer Kunsthalle, die seit 1993 in der Deutschen Botschaft in Moskau lagern. Im Gegenzug wird Russland ein in Deutschland aufgetauchtes Mosaik und eine Kommode aus dem legendären Bernsteinzimmer zurück erhalten.

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