Care : Hilfe für Vertriebene in Birma

Der Kayah-Staat im Osten Birmas zählt zu den ärmsten Regionen des Landes. Den Menschen mangelt es an Nahrung, sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung. Care hilft mit, neue Dorfstrukturen aufzubauen.

Rolf Brockschmidt

Obwohl Silber, Antimon, Wolfram und Zinn zu den Bodenschätzen des Kayah-Staates im Osten von Birma an der Grenze zu Thailand zählen, ist das Gebiet mit etwa 160.000 Einwohnern eine der ärmsten Regionen des Landes. Kayah grenzt an die Unionsstaaten der Shan und der Karen; unter den Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und der Regierung während der letzten Jahre hat die gesamte Region gelitten. Es mangelt an vielem, an Nahrung, sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung. Über die Hälfte der Dorfbewohner ist innerhalb des eigenen Landes vertrieben worden. Durch Waffenstillstände besteht Hoffnung, aber es fehlt an staatlicher Unterstützung für die Flüchtlinge und die Dörfer, die die Menschen aufgenommen haben. Die Menschen sind auf sich allein gestellt und es fällt ihnen schwer, sich eine eigene Existenz aufzubauen.

75.000 Einwohner leben nach Angaben von Care in 34 Dörfern, wo Care versucht, mit Hilfe der lokalen Bevölkerung allen Menschen eine Existenzgrundlage zu ermöglichen. Die Hilfe, die Care leistet, bezieht sich vor allem auf die Landwirtschaft, die Wasserversorgung und die Gesundheitsvorsorge. Die Bevölkerung wird geschult, um die Projekte gemeinsam zu entwickeln und Konflikte zu lösen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Care-Mitarbeiter stellen Saatgut und Vieh zur Verfügung und bilden dann die Bauern darin aus, ihre Felder effizienter zu bewirtschaften. Auch die Vermarktung der Produkte wird beispielhaft gelehrt. Wichtig ist bei der gesamten Arbeit von Care, dass die Bevölkerung in die Arbeit einbezogen wird, Care vermittelt das Know-How und gibt Anregungen, damit sich dörfliche Strukturen wirkungsvoll entwickeln können.

Das gilt auch für das Thema Gesundheit. Mit Kampagnen zu Hygiene, Malaria, Aids und Tuberkulose wird die Bevölkerung aufgeklärt. Damit nicht genug. Freiwillige aus der Region lassen sich zu Gesundheitshelfern ausbilden und geben so ihr Wissen weiter. Die Errichtung von Latrinen trägt zur Verbesserung der Hygiene bei.

Entscheidend ist auch die Ausstattung der einzelnen Familien mit Moskitonetzen, Erste-Hilfe-Sets, Wassertanks und Sandfiltern für sauberes Trinkwasser. Durch diese Hilfe für die intern Vertriebenen von Demosoe in Kayah hilft Care Deutschland-Luxemburg, die Integration dieser Menschen zu erleichtern und die Konflikte in der Region zu entschärfen.

Der Erlös aus dem Verkauf von Christos Kunstwerk fließt in dieses Projekt in Birma. Rolf Brockschmidt

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