Kultur : Carlos Fuentes eröffnet Berliner Literaturfestival

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Am 6. September ist es zum fünften Mal soweit: Das Internationale Literaturfestival Berlin öffnet unter der bewährten Leitung von Ulrich Schreiber seine Pforten. Zwölf Tage lang, bis zum 17. September, geben sich rund 140 Autoren in 300 Veranstaltungen ein Stelldichein. Trotz Schrumpfungsankündigungen im letzten Jahr ist das Festival damit bundesweit immer noch das größte seiner Art. Die Eröffnungsrede, ein „Lob des Romans“, hält der mexikanische Schriftsteller Carlos Fuentes. Weitere Höhepunkte sind Auftritte von Hans Magnus Enzensberger, der seinem großen amerikanischen Kollegen Wallace Stevens Tribut zollt, Doris Lessing, Kenzaburo Oe, Kazuo Ishiguro und Ismail Kadaré. Die meisten Veranstaltungen finden im Haus der Berliner Festspiele statt, deren Intendant Joachim Sartorius dem Festival seit letztem Jahr eine feste Heimstatt gegeben hat. Dort ist auch das jeweils bis zwei Uhr nachts geöffnete „Café Nabokov“ untergebracht. Sartorius wünscht sich, so erklärte er auf der Pressekonferenz, eine Fortsetzung der erfreulichen Zusammenarbeit „für die nächsten Jahrzehnte“. Andere Veranstaltungsorte sind das Berliner Ensemble, das Café Unter den Linden und die Kalkscheune. Um verstärkt jugendliches Publikum zu gewinnen, hat Schreiber die Plakatierung in Mitte und Prenzlauer Berg verstärkt.

In mehreren Sektionen sind bekannte und weniger bekannte Autoren von Weltrang zu entdecken. Der Russe Viktor Jerofejew, der Amerikaner Mark Strand, der Rumäne Norman Manea, der Deutsche Thomas Kapielski, der Libanese Abbas Beydoun und der Kubaner Raúl Rivero: Sie alle gehören zu den Gästen des Festivals. Außerdem findet am 11.9. ein Symposium über „Das System Putin“ statt. Bereits ausverkauft sind Teile des Internationalen Kinder und Jugendliteratur-Programms mit Paul Maar, Peter Sis und Matthew Sweeney. Zum Etat des Festivals steuert der Hauptstadtkulturfonds 350000 Euro bei, etwa die gleiche Summe kommt vom Bundeskulturministerium und dem Bildungsministerium. Weitere finanzielle Hilfen kommen von der Dresdner Bank sowie zahlreichen Stiftungen, Kulturinstituten und Berliner Unternehmen. Detaillierte Informationen unter www.literaturfestival.com. pla

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