Kultur : Castro zürnt noch

Die „Königin des Salsa“ Celia Cruz ist tot

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Das Geheimnis ihres wahren Alters hat sie mit ins Grab genommen: Celia Cruz, die legendäre „Königin des Salsa“, ist am Mittwoch in ihrem Haus in New Jersey an einem Gehirntumor gestorben – und es ist unklar, ob sie 77, 78 oder gar 80 Jahre alt wurde. Die für ihre exzentrischen Bühnenauftritte berühmte SalsaSängerin konnte auf eine über 50-jährige Bühnenkarriere zurückblicken. Aufgewachsen in Kuba, wurde sie 1947 bei einem Gesangswettbewerb in Havanna entdeckt und schloss sich der Band „La Sonora Matancera“ an, der sie 1960 ins Exil in die USA folgte. „Castro hat mir das nie verziehen“, meinte Cruz, die in ihrer Heimat „persona non grata“ ist: Ihre Platten sind in Kuba verboten. In den USA heiratete sie 1962 ihren Kollegen Pedro Knight, mit dem sie bis zu ihrem Tode zusammenlebte und begann eine Karriere als weltbekannter Latinostar. Mehr als 70 Alben hat Celia Cruz veröffentlich, sie trat mit Größen wie Tito Puente, Gloria Estefan oder Patti Labelle auf und spielte in vielen Filmen mit. Die Trägerin des US-Kulturpreises „National Endowment of the Arts“ gewann fünf Grammys und die Latin-Grammy-Trophäe. Treue Fans haben ihr ein Denkmal gesetzt: Die Hauptstraße im kubanischen Viertel von Miami trägt den Beinamen „Celia Cruz Way“.lgh

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