Kultur : Causa Suhrkamp: Barlach soll 4 Millionen zahlen

Der Suhrkamp-Streit wird bekanntlich vor allem in Frankfurt und Berlin geführt. Doch es gibt noch einen anderen Schauplatz, an dem insbesondere Hans Barlach schwer unter Druck steht: die Schweiz. Hier hatte im Mai das Handelsgericht des Kantons Zürich Barlach dazu verpflichtet, eine ausstehende Summe von fünf Millionen Schweizer Franken (rund vier Millionen Euro) plus Zinsen zu zahlen, und zwar an die Schweizer Familie Reinhart. Von dieser hatte Barlach seine Suhrkamp-Anteile gekauft. 2007 übernahm er auch die Anteile seines inzwischen verstorbenen Kompagnons Claus Grossner von Reinhart, hat diese aber nie bezahlt. Einen Aufschub der Zahlungspflicht hatte kürzlich das Bundesgericht in Luzern abgelehnt.

Nun heißt es, dass Andreas Reinhart die Vollstreckung der ihm von Hans Barlach zustehenden Summe „mit entsprechenden Nachdruck“ vorantreiben werde, wie das Reinharts Anwalt David Horak der Nachrichtenagentur dpa sagte. Barlach weigere sich, den entsprechenden Betrag zu bezahlen. Barlachs Schweizer Anwalt Carl Ulrich Mayer wiederum sagte, es gehe nicht darum, die Anteile nicht zu bezahlen. Nur sei der damalige Verkauf mit Streitigkeiten belastet gewesen, die vor dem Kauf nicht offenbart worden seien. In dem Urteil des Handelsgerichts Zürich kämen gewisse Rechtsfragen zu kurz, „deshalb haben wir es angegriffen“. Tsp/dpa

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