• Chinesische Aktionskünstler lieferten sich Kissenschlacht auf dem Kunstwerk "My Bed" von Tracey Emin

Kultur : Chinesische Aktionskünstler lieferten sich Kissenschlacht auf dem Kunstwerk "My Bed" von Tracey Emin

Die Londoner Tate Gallery ist am Sonntag für fünf Stunden geschlossen worden, nachdem zwei Aktionskünstler eine Kissenschlacht veranstaltet hatten. Wie britische Zeitungen berichteten, nutzten die beiden chinesischen Aktionskünstler Jian Jun Xi und Yuan Cai die Verwirrung des Wachpersonals und sprangen auf ein Bett, das als eines der umstrittendsten Kunstwerke der renommierten "Turner-Preis-Ausstellung" gilt. Dort warfen sie mit Kissen um sich. Die Verantwortlichen der Galerie brauchten mehrere Stunden, um das Kunstwerk der Künstlerin Tracey Emin, bestehend aus Bett, schmutziger Bettwäsche, Wodkaflaschen und Kondomen, in den früheren unordentlichen Zustand zurückzuversetzen. Die beiden chinesischen Aktionskünstler, die bereits bei der vergangenen Biennale in Venedig das Publikum durch vertauschte Hinweisschilder verwirrten, sagten, sie wollten "zeigen, wie spontane Kunst der institutionalisierten Kunst überlegen ist, so wie sie den Turner-Preis dominiert". Die Turner-Preis-Ausstellung gilt gemeinhin keineswegs als Forum für "institutionalisierte Kunst", sondern als ausgesprochen ambitionierter Versuch, die Tate-Gallery zu einem der führenden Museen für moderne Kunst umzuwandeln. Tracey Emin gestaltete ihr Kunstwerk "My Bed" nach der Vorlage ihres eigenen Bettes, nachdem sie darin vier Tage krank verbracht hatte. Die Performance-Künstler hatten eigentlich vorgehabt, in diesem Bett "an die Grenze gehenden Sex" zu praktizieren. Dazu kam es aber nicht. Unklar ist, warum das Wachpersonal erst nach 15 Minuten tätig wurde. Es vermutete wahrscheinlich zunächst, dass die Performance Bestandteil der Ausstellung sei.

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