Kultur : Christina Weiss will Berlin mit weiteren 21,5 Millionen Euro helfen

-

Berlins Kultursenator Thomas Flierl versteht sich offenbar blendend mit seiner Amtskollegin im Kanzleramt. Auf der Pressekonferenz zur Opernreform präsentierte er ganz nebenbei die Visionen für den 2004 neu zu verhandelnden Hauptstadtkulturvertrag, die er mit Christina Weiss entwickelt hat: Danach würde der Bund seine Berlinhilfe um weitere 21,5 Millionen Euro aufstocken. Davon soll der „Kernhaushalt“ der Akademie der Künste einschließlich der Standortkosten für den Pariser Platz, die Archive sowie das Literaturforum im BrechtHaus bestritten werden. Außerdem sollen Stiftung Deutsche Kinemathek und Deutsche Mediathek in Bundesobhut überführt werden. Für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten übernähme der Bund „Investitionskosten und 75 Prozent der Betriebskosten nach dem Modell der Stiftung Preußischer Kulturbesitz“ (4,8 Millionen Euro jährlich). Außerdem wird die „Sonderfinanzierung des Betriebshaushaltes des Hamburger Bahnhofs“ durch den Bund aufgelöst.

Weil seine Verwaltung durch die Hilfsbereitschaft von Christina Weiss (die natürlich noch unter Haushaltsvorbehalt steht) und die Opernreform ab Januar 2004 insgesamt 31,5 Millionen Euro einsparen werde, wünscht sich der Kultursenator dringend, dass er für die auskömmliche Finanzierung der darbenden Berliner Sprechtheater im Gegenzug 1,8 Millionen Euro lockermachen kann: 150000 soll das Grips-Theater bekommen, 250000 das Hebbel-Theater, eine halbe Million die Volksbühne, 900000 die Schaubühne. Eine Million Euro hätte Flierl gerne für die Übernahme des Schlosses Schönhausen in die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. F.H.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben