Kultur : Chuck Close & Franz Gertsch

Michaela Nolte

Der Amerikaner Chuck Close und der Schweizer Franz Gertsch werden als Pioniere des Fotorealismus gerne in einem Atemzug genannt. Doch ein direkter Dialog wie in der Galerie Haas & Fuchs (Niebuhrstraße 5, bis 30. Juni) ist ebenso selten wie ihre Originale außerhalb von Museen. So sind denn auch die beiden gemalten Selbstportraits – Gertschs hyperrealistisches Großformat von 1980 und das vergleichsweise kleines Ölbild von Close mit den typischen, farbigen Rasterpunkten – unverkäufliche Leihgaben aus Privatbesitz. Sammlern bieten die Druckgrafiken weit mehr als nur einen Trost. Gertschs meditative Holzschnitte mit naturnahen Motiven sind genau genommen Unikate, die in ihrer zarten Farbigkeit variieren (Preise zwischen 26000 und 80000 Euro). Auch die farbig-flirrenden Drucke von Close, die ihn selbst und Künstlerfreunde wie Alex Katz oder John Chamberlain zeigen, gehen in ihrer subtilen Oberflächentextur weit über den üblichen Grafikcharakter hinaus – auch was die Preise anbelangt (6000 bis 38500 Dollar).

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