Clint Eastwood zu US-Außenpolitik : "Manche Länder brauchen vielleicht Diktatoren"

Sein Film "American Sniper" ist für mehrere Oscars nominiert. In einem Interview äußert sich Hollywood-Regisseur Clint Eastwood nun zu amerikanischer Außenpolitik - mit streitbaren Thesen.

Was soll ich sagen? Clint Eastwood hat ein paar streitbare Thesen über Diktatoren formuliert.
Was soll ich sagen? Clint Eastwood hat ein paar streitbare Thesen über Diktatoren formuliert.Foto: EPA/MICHAEL NELSON

Hollywood-Star Clint Eastwood (84) meint, die Diktatoren Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi hätten nicht gestürzt werden sollen. „Wir versuchen ständig, andere Kulturen zur Demokratie zu erziehen“, sagte er in einem Interview des „Focus“ über die US-Außenpolitik. „Vielleicht brauchen manche einen Diktator, damit das System funktioniert.“ Eastwood geht mit dem Film „American Sniper“ über einen US-Scharfschützen im Irak-Krieg ins Oscar-Rennen. Er sagte dem Nachrichtenmagazin: „Wir haben Saddam Hussein gejagt und vernichtet, schön und gut. Aber am Ende kommt dann der Nächste an die Macht, der genauso schlimm ist, wenn nicht schlimmer.“ In Libyen sei es auch so gewesen, meint Eastwood. „Wir dachten, wir sind die Heilsbringer, aber ist das Land nun wirklich besser dran? Es herrscht Chaos und Krieg, die IS-Milizen sorgen für Terror. Gaddafi war ein Tyrann, klar. Aber wenigstens lebten die Menschen in Frieden unter seinem Regime.“ (dpa)

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