Comedy : Dekadente Hühner

Mit seinem deutsch-englischen Kauderwelsch bemüht sich Britton schon seit Anfang der Neunziger hartnäckig, vom hiesigen Publikum verstanden zu werden.

G,a Bartels

Mark Britton, das ist der Typ, der im Laufe einer Show immer mehr aussieht wie ein Marathonläufer: Klatschnass und von der körpereigenen Endorphinproduktion völlig überwältigt. Ein drahtiger Spaßmacher, der gleichzeitig wortverliebter Comedian und körperbetonter Akrobat ist. Mit seinem deutsch-englischen Kauderwelsch bemüht sich Britton schon seit Anfang der Neunziger hartnäckig, vom hiesigen Publikum verstanden zu werden.

Geboren ist der fast 50-jährige Brite zwar in Rinteln, aber die Idee, sich als Engländer im deutschen Showgeschäft festzusetzen, ist ihm erst gekommen, als er mit seiner Partnerin Krissie Illing als Erfolgsduo Nickelodeon auf den Kleinkunstbühnen von Berlin bis Köln abräumte. Und da lebt er jetzt schon eine ganze Weile und hat mehrere Nickelodeon- und Soloprogramme geschrieben, Radioserien verfasst, Fernsehauftritte von „Zimmer frei“ bis zum „Quatsch Comedy Club“ absolviert, Regie geführt, Theaterstücke und den Roman „Ein Englishman in Köln“ geschrieben.

Sein aktuelles Programm „Wildlife – der Mensch und andere Tiere“ ist wieder eine spezielle Britton-Mischung aus Kabarett, Pantomime, Situationskomik, Slapstick und abgedrehten Tanzeinlagen. In 90 Minuten läuft die Evolution vom Einzeller zum Menschen und zurück. Es geht um drängende Fragen wie „Warum werden frei laufende Hühner immer dekadenter?“, „Sind Haie die Nazis der Weltmeere?“ und „Wie hat Reiner Calmund es geschafft, König der Nahrungskette zu werden?“. Klar, dass es in der rätselhaften Tierwelt gelegentlich auch schlüpfrig zugeht. Gunda Bartels

Bar jeder Vernunft,

bis Do 26.7., Di-Do 20.30 Uhr,

Fr-So 20 Uhr, ab 21 € DN444

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