Ausstellung : Die Zärtlichkeit des Graphits

Die Berliner Zeichnerin Barbara Yelin hat sich mit der Graphic Novel „Gift“ international einen Namen gemacht. Jetzt zeigt eine Berliner Galerie ihr Frühwerk und neue Arbeiten aus Kairo.

Zart und dramatisch: Eine Szene aus „Le Visiteur“.
Zart und dramatisch: Eine Szene aus „Le Visiteur“.Illustration: Yelin

Kürzlich erlebte sie die politischen Umwälzungen in Ägypten bei einem Kairo-Besuch hautnah mit und verwandelte ihre Impressionen in ein illustriertes Reisetagebuch. Jetzt kann man diese Bilder und Teile ihres Frühwerks bei einer Ausstellung in Berlin sehen, die an diesem Freitagabend eröffnet wird. Die Galerie Ida Illuster lädt am 2. Dezember um 19 Uhr zur Vernissage, gezeigt wird die Ausstellung mit dem Titel „Licht im Graphit“ bis 28. Januar 2012. Zwei sehr unterschiedliche Seiten der Künstlerin können dabei entdeckt werden. Neben den farbenfrohen Arbeiten aus Ägypten besticht ihr 2004 veröffentlichtes Bildermärchen „Le Visiteur“ durch einen düsteren Bleistiftstrich. „Bilderwelten entstehen, in denen Licht und Dunkel, das Zarte wie das Dramatische ihren Platz finden“, heißt es in der Ankündigung der Galerie. „Die Zeichnungen Barbara Yelins leben durch ihren kraftvollen Strich, mit dem sie meisterhaft Figuren und die von ihnen belebte Umgebung entwirft. Alle von ihr gezeichneten Striche bleiben bestehen, so dass in den Zeichnungen sich Schicht für Schicht Graphit übereinander legt.“ Zur Eröffnung spricht Dr. Friedrich Weltzien, Kunsthistoriker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam. Die Künstlerin ist anwesend. Am Sonnabend, dem 10. Dezember, findet um 17 Uhr ein Künstlergespräch mit Barbara Yelin statt.

Öffnungszeiten: Mittwochs und Sonnabends 11-18 Uhr, Donnerstag und Freitag 12-20 Uhr und nach Vereinbarung. An den Adventssonntagen ist die Galerie zusätzlich von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Die Galerie Ida Illuster befindet sich in der Sophienstraße 32 in Berlin-Mitte, ihre Website findet sich hier: www.idailluster.net. Die Tagesspiegel-Rezension von „Gift“ findet sich hier. (lvt)

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