Bildgeschichte : Ein Fundstück für den Oscar

Der Australier Shaun Tan hat mit Bilderzählungen wie „Ein neues Land“ die Grenzen zwischen Comic, Illustration und surrealistischer Kunst aufgelöst. Jetzt wurde er für einen Oscar nominiert.

Zu zweit allein: Ein Standbild aus der Filmadaption von „The Lost Thing“.
Zu zweit allein: Ein Standbild aus der Filmadaption von „The Lost Thing“.Foto: thelostthing.com

Es ist die Geschichte einer kurzen, intensiven Freundschaft. In Shaun Tans Erzählung „The Lost Thing“, auf Deutsch „Die Fundsache“, trifft ein einsamer Junge bei der Suche nach Kronkorken zufällig auf ein seltsam aussehendes, verloren wirkendes Ding, das wie ein gigantischer, zum Leben erweckter Teekessel aussieht. Er nimmt es mit nach Hause, freundet sich mit ihm an und hilft ihm, eine neue Heimat zu finden.

Kürzlich hat Shaun Tan zusammen mit dem Filmemacher Andrewe Ruhemann die fantastische Wort-Bild-Collage, die auf Deutsch bei Carlsen erschienen ist und deren Tagesspiegel-Rezension sich hier findet, als Kurzfilm adaptiert. Das Ergebnis, das sich stark am Original orientiert, wurde nun für einen Oscar nominiert, wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences jetzt mitteilte. Die Verleihung findet am 27. Februar statt.

Einen Eindruck von der Adaption von „The Lost Thing“ vermittelt der Trailer, den Sie unterhalb dieses Textes anklicken können und der sich auch auf der Website zum Film finden. Mehr über das Buch findet sich hier. Ein ausführliches Tagesspiegel-Interview mit Shaun Tan steht unter diesem Link. Die Website des Künstlers findet sich hier. Und weitere Meldungen zu den Oscar-Nominierungen finden sich hier und hier. (lvt)

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