Comic-Klassiker : Asterix und Obelix sind nicht zu schlagen

Ungeachtet der durchwachsenen Kritiken der vergangenen Jahre sollen die berühmten Gallier im Comic ewig weiterleben. Das bekräftigte jetzt ihr Zeichner Albert Uderzo - und kündigt ein neues Album an.

Gallier, wollt Ihr ewig leben? Asterix und Obelix wie man sie seit Jahrzehnten kennt.
Gallier, wollt Ihr ewig leben? Asterix und Obelix wie man sie seit Jahrzehnten kennt.Foto: Promo

Die Abenteuer von Asterix und Obelix sollen auch nach dem Tod des französischen Zeichners Albert Uderzo weitergehen. Der 84-Jährige bekräftigte am Montag, dass er einen Nachfolger gefunden habe – wer dies ist, wollte er allerdings nicht verraten.

Seit dem Tod seines Partners René Goscinny vor mehr als dreißig Jahren führt der Zeichner die Reihe offiziell alleine weiter. „Mir ist klar geworden, dass die Figur von Asterix ihren Autoren, aber auch ihren Lesern gehört“, sagte Uderzo bei der Veranstaltung, mit der sein Verlag 350 Millionen verkaufte Exemplare der Comics feierte. „Ich wünsche mir, dass diese Beständigkeit noch Generationen und Generationen andauert.“

Ein neues Album werde hoffentlich Ende des nächsten Jahres auf den Markt kommen, sagte der Franzose, der den gewieften kleinen Gallier und dessen dicken und übernatürlich starken Freund Obelix zusammen mit dem Texter René Goscinny 1959 erfunden hatte..

Unter Comic-Fans kursieren allerdings die Namen der Nachfolger aber schon länger: Es sollen der Autor Jean-Ives Ferri und der Zeichner Frédérik Mébarki sein, wie im Juli auch Stefan Pannor auf „Spiegel Online“ meldete. Mébarki und sein Bruder Thierry führen bereits seit zehn Jahren die Tuschezeichnungen neuer Alben nach Uderzos Skizzen aus. Laut „Figaro“ arbeitet das Team an einem neuen Band, der Ende 2012 erscheinen soll. Mittlerweile gibt es 34 Asterix-Bände, die Abenteuer wurden in rund hundert Sprachen übersetzt.

In den vergangenen Jahren wurden die neuen Asterix-Bände von Kritikern und Fans allerdings zunehmend negativ beurteilt, wenngleich die Verkaufszahlen weiterhin Rekordhöhen erreichten. Hier geht es zur Tagesspiegel-Besprechung des bislang letzten Albums aus dem Jahr 2009, hier zur Rezension des ebenfalls umstrittenen Vorgängeralbums. Und unter diesem Link gibt es weitere Tagesspiegel-Texte zu Asterix und Obelix. (lvt/AFP)

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