Comic-Klassiker : Schuiten sortiert sein Erbe

Seine Serie „Die geheimnisvollen Städte“ gehört zu den wichtigsten Werken der europäischen Comicgeschichte. Jetzt trennt sich der Zeichner Schuiten von seinen Originalen.

Retrofuturistisch: Ein Panel aus dem Album "La Théorie du grain de sable" der Reihe "Les Cités obscures".
Retrofuturistisch: Ein Panel aus dem Album "La Théorie du grain de sable" der Reihe "Les Cités obscures".Foto: Casterman

Der belgische Comiczeichner François Schuiten vermacht zum 30. Geburtstag der preisgekrönten Serie „Die geheimnisvollen Städte“ seine Originalzeichnungen bedeutenden Institutionen in Frankreich und Belgien. Der 56-Jährige trennt sich von rund 80 Prozent seiner Zeichnungen, wie die Verlagsgruppe Flammarion Casterman in Paris bestätigte. Die Schenkung geht unter anderem an die französische Nationalbibliothek BNF, die belgische Stiftung Fondation Roi Baudouin, das französische Comicmuseum in Angoulême und das Belgische Comic-Zentrum (CBBD) in Brüssel.

Schuiten hat sich zu der Schenkung zu Lebzeiten entschlossen, um sein Werk vor dem Verschleiß der Zeit zu schützen und um mögliche Nachlassprobleme zu vermeiden. Der in Brüssel geborene Zeichner veröffentlichte seine ersten Comics bereits als 16-Jähriger. Sein bekanntestes Werk „Die geheimnisvollen Städte“ umfasst mittlerweile mehr als 15 Bände. Er hat sie zusammen mit dem Szenaristen Benoît Peeters entwickelt. (dpa)

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