Comicfestival Hamburg : Die Welt zu Gast in Hamburg

Bis zum 6. Oktober lockt das Comicfestival Hamburg mit internationalen Gästen wie Rutu Modan, Peggy Adam und Geneviève Castrée sowie heimischen Stars wie Anke Feuchtenberger und Birgit Weyhe. Außerdem gibt es zahlreiche Arbeiten weniger bekannter Künstler zu entdecken.

Lebendiger Friedhof: Die beiden Hauptfiguren von "Das Erbe" auf dem Buchcover. Foto: Carlsen
Lebendiger Friedhof: Die beiden Hauptfiguren von "Das Erbe" auf dem Buchcover.Foto: Carlsen

Das nichtkommerzielle Festival ist nach Angaben seiner Veranstalter das einzige in Deutschland, das sich schwerpunktmäßig dem deutschen und internationalen Independent-Comic verschrieben hat. Und davon hat die von Hamburger Zeichnern und Kulturschaffenden ausgerichtete Veranstaltung in diesem Jahr eine besonders attraktive Mischung zu bieten.

Spannend dürften zum Beispiel die Künstlergespräche sein, bei denen ausländische Gäste und deutsche Zeichnerinnen sich über ihre Arbeit austauschen. Am Sonnabend, dem 5. Oktober, unterhalten sich um 15 Uhr die Kanadierin Geneviève Castrée und die Hamburger Zeichnerin Birgit Weyhe (Moderation: Andreas Stuhlmann, in englischer Sprache, Buttclub, Hafenstraße 126 ). Und am Sonntag um 16 Uhr trifft die Israelin Rutu Modan auf die in Hamburg und Berlin lebende Künstlerin Anke Feuchtenberger (Moderation: Brigitte Helbling, in englischer Sprache, Buttclub, Hafenstraße 126). Rutu Modan stellt zudem am Sonnabend um 18 Uhr bei einer Einzelveranstaltung ihr neues Buch „Das Erbe“ vor und spricht über die Entstehung und Hintergründe der Geschichte (in englischer Sprache, Centro Sociale, Sternstraße 2). Am Sonntag um 14 Uhr präsentiert auch die französische Zeichnerin Peggy Adam ihr neues Buch „Luchadoras“ bei einem Künstlergespräch mit Volker Zimmermann (in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung, Buttclub, Hafenstraße 126 ).

Darüber hinaus werden drei Gruppenausstellungen gezeigt, wie die Veranstalter mitteilen: HAW-Professorin Anke Feuchtenberger kuratiert eine Ausstellung mit Bildgeschichten von Studierenden. Der Verlag und das Illustratoren-Kollektiv Rotopol (Kassel) stellt seine Arbeiten vor. Und als Gast der dritten Schau, mit der das Festival auch eröffnet, wurde das traditionsreiche Schweizer Comicmagazin Strapazin eingeladen. Für dessen aktuelle Ausgabe haben 150 Zeichnerinnen und Zeichner Comicstrips zum Thema „Fernsehserien unserer Jugend“ angefertigt. Die Eröffnungsausstellung zeigt die Strips und eine exklusive TV-Helden-Galerie der beteiligten Künstler.

Wichtiger Bestandteil des Festivals sind laut Veranstalter auch dieses Jahr die „Satelliten“-Ausstellungen. Hier präsentieren junge Zeichner ihre Arbeiten an Orten, an denen man Comics nicht unbedingt erwartet. Die Ausstellungen verteilen sich auf Läden, Lokale und Werkstätten in St. Pauli sowie im Schanzen- und Karoviertel und können auch in geführten Rundgängen erkundet werden. Begleitet werden die Ausstellungen von Signierstunden, Lesungen und Autorengesprächen. Treff- und Mittelpunkt des Comicfestivals wird das Festivalzentrum im „Kölibri“ am Hein-Köllisch-Platz sein, wo neben der Verlagsmesse/Börse zum ersten Mal auch Comic-Workshops für Erwachsene und Kinder stattfinden werden.

Mehr Informationen zu allen Künstlern und Programmpunkten finden sich auf der Website www.comicfestivalhamburg.de. (Tsp)

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