Comics : Vom Straßenfußballer zum Massenidol

Der Zeichner Sascha Dreier ist Tagesspiegel-Lesern durch seine Musikrätsel vertraut. Jetzt hat er die Biografie eines Sportidols als Comic nacherzählt. Wir geben einen ersten Einblick in sein Buch "Der Papierene"

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Geburtsstunde des Wunderteams: Szene aus "Der Papierene".Illustration: Dreier

Die frühen 30er Jahre waren die goldene Ära des österreichischen Fußballs. Unumstrittener Star des damaligen Wunderteams war der Stürmer Matthias Sindelar, den sie wegen seiner eher schmächtigen Gestalt „den Papierenen“ nannten. Sindelars Aufstieg vom Straßenfußballer zum gefeierten Massenidol vollzog sich in unruhigen Zeiten: Österreich wurde wie der große Nachbar Deutschland von Inflation und Massenarbeitslosigkeit erschüttert, durch den heraufziehenden Faschismus bedroht.

Sascha Dreier, Tagesspiegel-Lesern durch das wöchentliche Bilderrätsel auf der Rätsel-Seite bekannt, hat das Leben des Matthias Sindelar zu einem gezeichneten Roman verarbeitet. Andere wichtige Figuren, die in dem Auszug, den wir hier veröffentlichen, eine Rolle spielen, sind Sindelars Freundin Roxy, Roxys schottischer Vater Jimmy Hogan, der die Österreicher trainiert und hier im karierten Anzug auftritt, sowie Österreichs jüdischer Teamchef Hugo Meisl, stets mit schwarzer Melone.

Hier zeigen wir exklusiv einen Auszug aus Sascha Dreiers Buch: Anfangs ein paar Szenen aus den ersten Kapiteln, dann eine komplette Sequenz aus jenem Spiel, das 1931 den Ruf des "Wunderteams" begründete.

Sascha Dreier: Der Papierene. Das Leben des Fußballstars Matthias Sindelar. Band 1: 1903–1933. Verlag Ueberreuter, Wien 2009, 200 Seiten, 19,95 Euro. Erscheint am 12. Oktober.

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