Comicverfilmungen : Gute Helden, schlechte Helden

Dieses Jahr bringt eine nie gekannte Welle neuer Comicverfilmungen. Wir fragten unsere Leser, welches ihre bisherigen Favoriten sind - und welche Comicverfilmungen besonders enttäuschten. Hier eine Auswahl der Antworten.

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Umstritten. Die Spider-Man-Filme zählen manche Leser zu ihren absoluten Favoriten - und andere fanden sie besonders enttäuschend.Foto: Promo

Die beste Comicverfilmung ist in meinen Augen "Sin City", weil dieser Film wie ein Comic wirkt und das hat kein anderer Film derart gut hinbekommen.
Schlecht fand ich die Fortsetzungen der "Spider-Man"-Filme. Billiger Hollywood-Klamauk!
Sebastian Larisch

Die besten Comicverfilmungen? Dazu gehört auf jeden Fall "Iron Man", eine sehr gelungene Mischung aus Humor, Action und die leichte Anspielung einer Romanze. Anders als in anderen Filmen wie z. B. "Spider-Man", in denen mehr Wert auf irgendwelche Romantikgeplänkel gelegt wird, aber das Wirklich interessante viel zu kurz kommt.
Auf die "Gut-Liste" muss auch unbedingt "300" mit seiner ungewöhnlich ästhetischen Darstellung von Gewalt und der cineastisch gut eingefangenen Stärke durch Zusammenhalt einer scheinbar klar unterlegen Armee im Kampf.
"The Dark Knight", war an sich auch keine schlechte Umsetzung, nur leider war es wirklich mehr der Joker der in diesem Film polarisierte als der eigentliche Held. Eine Art der Verfilmung wie wir sie wohl in Zukunft häufiger antreffen werden, denn das düstere und böse Verkauft sich derzeit wohl einfach besser als das ständige "Der Gute haut dem Bösen eins auf die Rübe und bekommt das hübsche Mädchen". Da sollte man dann vielleicht auch noch "Spawn" erwähnen, der, obwohl recht trashig angehaucht, doch ein sehr unterhaltsamer Film ist und mit seinen zwölf Jahren auch heute noch gut mithalten kann.
Was die ganze Comicverfilmerei aber eigentlich wirklich langweilig macht ist, dass die Marken, die einmal gut im Kino liefen, mindestens zwei Nachfolger bekommen, die dem ganzen dann den Charme nehmen und nur noch darauf zielen, das Franchise zu vermarkten.
Florian Janssen

Beste Comicverfilmung: "Sin City" - die Bildsprache ist einfach einzigartig, neu und fesselnd.
Schlechteste Comicverfilmung: "Agent Nick Fury - Einsatz in Berlin" - weil David Hasselhoff mitspielt.
Claudia Hoffmann 

Meine Favoriten: "Der bewegte Mann", weil der Film auch für sich als gelungene Komödie bestehen kann.
"Heavy Metal", weil es phantastischer Trash ist - mit einer an den haaren herbeigezogenen Rahmenhandlung werden mehrere absurde Comics zu einem Feuerwerk des unterhaltsamen Schwachsinns verschmolzen.
"Persepolis" - Innovativer Grafikstil, passt gut zum Inhalt und zum Comic.

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