Fantasy : Gangster mit Grips

Die Romanabenteuer des gerissenen Nachwuchs-Verbrechers Artemis Fowl gibt es jetzt auch als Comic.

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Schlagfertig. Hin und wieder muss Artemis Fowl auch einstecken.Illustration: Carlsen


Er ist erst 12 und schon so gerissen, dass selbst Fantasy-Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten vor ihm Angst haben. In bisher sechs Romanen legte sich das kleine Superhirn Artemis Fowl mit Elfen, Zwergen, Zentauren und Dämonen an – meistens behielt er dabei die Oberhand. Jetzt hat Artemis’ Schöpfer, der irische Bestseller-Autor Eoin Colfer, einer Comic-Adaption zugestimmt, die er gemeinsam mit Andrew Donkin erarbeitet hat. Der erste, knapp 130-seitige Band ist auf Deutsch beim Carlsen Verlag erschienen, gezeichnet wurde er von Giovanni Rigano und koloriert von Paolo Lamanna.

Die Umsetzung ist gelungen. Die Geschichte, in der Artemis versucht, dem unter der Erde lebenden Volk der Elfen sein gut bewachtes Gold zu stehlen und damit den Ruf seiner Familie als ruhmreiche Verbrecherdynastie wieder herzustellen, ist in der Romanversion fast 300 Seiten lang. Für den Comic wurde der Plot reichlich entschlackt und auf die wesentlichen Handlungsstränge und Charaktere reduziert. Wer die Bücher kennt, wird sich wahrscheinlich daran stören, doch anders wäre der Roman nicht in Stripform zu bringen gewesen. Zwischendurch führen als „Geheim-Akten“ getarnte Kurz-Biographien in das weit verzweigte Fantasy-Universum der Reihe ein. So erfährt man schnell, dass Elfen und Zwerge den Menschen durchaus wohl gesonnen sind und sich nur zeigen, wenn Gefahr droht. Mit Trollen ist dagegen nicht zu spaßen.

Man kann davon ausgehen, dass auch die anderen Bände nach und

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nach als Comic erscheinen werden. Und auch bei den sechs Romanen wird es sicher nicht bleiben. Eoin Colfer hat angekündigt, dass er noch lange weiter schreiben werde.

Andrew Donkin, Eoin Colfer: Artemis Fowl - Der Comic. Carlsen Verlag, 128 Seiten, 14,90 Euro.


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