Geschichte : Die Ruhe vor dem Krieg

Mit "Ein Sommer in Paris" erscheint der zweite Band der groß angelegten französischen Comicserie "Unter dem Hakenkreuz".

Moritz Honert
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Politik, das Leben, die Liebe. Szene aus dem zweiten Band.Illustration: Richelle/Beuriot/Schreiber & Leser

Die Zeichenstriche sind weniger hart geworden – die Zeiten nicht. „Ein Sommer in Paris“ , der zweite Band von Jean-Michel Beuriots und Philippe Richelles auf zehn Alben angelegtem Drama „Unter dem Hakenkreuz“ (Rezension des ersten Bandes unter diesem Link), folgt Martin Mahner und seiner unerfüllten Liebe Katharina aus der deutschen Provinz nach Paris. Wir schreiben das Jahr 1939. Aus dem Schüler Martin ist ein Student, aus den Klassenzimmern sind Mansarden geworden. Die Wohnzimmer von einst wichen Salons und Bars. Die Gesprächsthemen der Protagonisten, sind jedoch dieselben geblieben: die Politik, das Leben, die Liebe.

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„Unter dem Hakenkreuz“ ist nicht die erste Chronik des schleichenden Wandels der Gesellschaft unter den Nazis. Ihre Ruhe und – ja – Zärtlichkeit jedoch, die der französische Titel „Amours Fragiles“ wesentlich besser einfängt als der bleischwere deutsche, machen sie zu einem anrührenden Stück Literatur.

Unter dem Hakenkreuz, Band 2: Ein Sommer in Paris, Schreiber & Leser, 56 Seiten, 18,80 Euro. Weitere Informationen und Leseproben auf der Website des Verlages.

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