Krimi : Kommissar Adamsberg ermittelt

Frankreichs Krimi-Königin Fred Vargas hat ihre erste Graphic Novel vorgelegt. In „Das Zeichen des Widders“ jagt die Polizei einen Ritualmörder.

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Genug gesagt. Die Autorin legt auf kurze, prägnante Sätze wert.Foto: promo

Ihre Romane werden in 40 Sprachen übersetzt. Jetzt hat Frankreichs Krimi-Queen Fred Vargas gemeinsam mit dem Zeichner Edmond Baudoin ihre erste Graphic Novel vorgelegt. In „Das Zeichen des Widders“ stehen Text und Bild nicht nur gleichberechtigt nebeneinander. Die kurzen, prägnanten Sätze von Vargas werden von Baudoin nie ausschließlich illustriert, sondern atmosphärisch verdichtet und weiterentwickelt.

Diesmal jagt Vargas' Kommissar Adamsberg einen Ritualmörder, der seine Opfer mit einem Widderkopf zeichnet. Zwei jugendliche Straßenräuber aus Paris kommen dem Verbrecher gefährlich nahe, als sie seine Tasche klauen und darin nicht nur das erhoffte Geld, sondern auch so seltsame Dinge wie Zahnsplitter, Haarbüschel und Fläschchen mit Blut finden. Als einer der Jugendlichen vom „Widder“ ermordet wird, versucht Adamsberg, das Leben des anderen zu retten und gleichzeitig dem Täter auf die Spur zu kommen. Dass Baudoin lange für den japanischen Manga-Giganten Kodansha gearbeitet hat, merkt man an der superschlanken Gestalt und den großen, erstaunten Rehaugen, mit denen er die Frauenfigur ausgestattet hat. Ansonsten überzeugt er mit einem expressiven, sehr malerischen Stil. dpa

Erschienen im Aufbau Verlag, Berlin, 224 Seiten, 22,95 Euro. 

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