Leseraktion : "Die Welt ist Donald"

UPDATE Wir haben zum 75. Geburtstag gefragt: Was bedeutet Ihnen der Erpel? Hier eine Auswahl der Antworten

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Spitzschnabel statt Spitzweg. Eines der Duckomenta-Kunstwerke, die in dem neuen Jahreskalender reproduziert sind.Illustration: InterDuck

Donald ist in jedem von uns. Haben wir nicht alle mal die Wut und würden gerne ganze Häuser einreißen? Meine Lieblingsgeschichte: Donald als Abrissunternehmer - hier ist er das erste Mal glücklich und hat eine Arbeit, die ihm auch Spaß macht. Bringen uns die lieben Verwandten nicht auch des Öfteren auf die Palme? Ich glaube, jeder hat einen Vetter Gustav, der immer kurz vor einem durchs Ziel geht. Und als Alleinerziehender hat er fürwahr ein schweres Los gezogen. Diese pubertären Neffen wollen einfach nicht erwachsen werden - dankenswerter Weise sind sie die Hälfte der Zeit beim Fähnlein Fieselschweif und kümmern sich um wichtige Dinge wie die Umwelt und den Tierschutz, das beruhigt dann auch wieder. Onkel Dagobert ist nun wirklich eine eigene Stellungnahme wert. Sympathisch an Donald ist, dass er Dagobert eigentlich weder als Kapitalist noch als Erbe folgen will. Er will - wie die meisten von uns - einfach seine Ruhe haben! Lediglich bei seinem Sexleben blickt keiner durch. Daisy wohl am allerwenigsten.
Hubert Fröhlich

Kann man von Donald (und den anderen Ducks) sprechen, ohne den Namen Carl Barks zu nennen? Kaum! Aus einem vorlauten, durch und durch kindischen Enterich hat Barks' geniale Feder und grandiose Phantasie binnen weniger Jahre einen komplexen Charakter erschaffen, der mit rastloser Energie manche Höhen und vor allem die Tiefen des Lebens durchkostet (abgründiger sind allenfalls Hamlet und Dr. Faust). Rund um den glücklosen Erpel ließ Barks einen ganzen Familienclan entstehen (incl. dreier Patchwork-Kinder, einer platonischen Geliebten, eines sagenhaft reichen Patriarchen oder eines notorischen Glückpilzes), der auf der unerschöpflichen Bühne Entenhausens die aberwitzigsten Abenteuer zu bestehen hat. Selten waren Humor und Welterkenntnis inniger vermählt. Leseempfehlung für Einsteiger: "Das Hypnotisier-Spiel" aus dem Jahr 1952. Der mit einem Kinderspielzeug hypnotisierte Donald mutiert erst zum harmlosen Huhn, dann zum brutalen Menschenaffen. Wer außer Barks könnte eine Ente zeichnen, die aussieht wie ein gereizter Gorilla?
Peter Habermehl

Donald Duck ist mein Held, ein Loser den man einfach gern haben muss. Er ist meine Lieblings-Comicfigur, weil man über ihn am meisten lachen kann. Er hat Ecken und Kanten und wirkt am authentischsten.

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Duckfretete. Auch dieses Kunstwerk gehört zur Duckomenta-Schau.Illustration: InterDuck

Für witzige Verwicklungen sorgen sein jährzorniges Temperament, seine Ungeduld und seine Schnatterparolen. Über eines wird der Leser allerdings nicht aufgeklärt, über das wahre Alter von Donald und Co. Viele hätten auch gerne eine Hochzeit mit Daisy gesehen oder ein paar schwarze Enten in Entenhausen. Meine Lieblingsepisode ist "Verpatzte Urlaubspläne". Donald muss in sein eigenes Haus einzubrechen, weil er seine Tickets vergessen hat. Eine amüsante Geschichte mit viel Action. Zur Einstimmung auf die Ferien empfehle ich: "Ferienfreuden ": Donald trifft im Urlaub mit seinen Neffen ebenfalls auf einen Onkel mit seinen drei Neffen. Superlustig mit viel Action.
Katharina Schmid

Manche Menschen sind der Meinung, dass man das eigene Alter am ehesten an den geliebten Menschen erkennen kann, die einen in seinem Leben begleiten. Doch während die eigene Haut schrumpliger und die Haare langsam zu ergrauen erdrohen, sieht Donald immer noch genauso frisch aus wie 1980 - dem Jahr, in dem er mir das Lesen beibrachte. Na ja - zumindest im übertragenen Sinne: Die Geschichten aus Entenhausen waren einfach zu spannend, um auf Eltern angewiesen zu sein, die (aus heutiger Sicht vielleicht sogar verständlicherweise) irgendwann keine Lust mehr hatten, 24 Stunden am Tag den Vorleser zu spielen. Warum es mir nun gerade Donald angetan hatte, kann ich nur schwer erklären. Vielleicht ist es seine tollpatschige Art, oder aber die Rolle des ewigen Verlierers, die ihn so sympathisch erscheinen lassen. Möglicherweise habe ich aber auch persönlich großes Verständnis für seine Art, der felsenfesten Überzeugung zu sein, das Richtige zu tun - und dann hinterher schmerzhaft feststellen zu müssen, dass es gegebenenfalls doch sinnvoller gewesen wäre, auf vorlaute naseweise Neffen zu hören. Auf jeden Fall aber sind es die Abenteuer, die mich auch in meiner eigenen Fantasie nach goldenen Helmen oder Meerjungfrauköniginnen in Sieben Weltmeeren haben jagen lassen. Was es auch genau ist, es hat jedenfalls 1984 dazu geführt, mir von meinem mühsam ersparten Taschengeld den goldenen Sonderband zum Fünfzigsten zu kaufen - und das soll jetzt wirklich schon 25 Jahre her sein? Na ja, solange meine Eier noch nicht viereckig sind, bin ich bereit, auch die nächsten 25 Jahre mit Donald zu altern.
Merlin Pitz

Donald Duck ist die einzige Comicfigur, die meinen Eintritt ins Erwachsenenleben überdauert hat. Er ist vielschichtiger als alle gequälten Helden. Er besiegt mit jedem Verlust den Kapitalismus. Donald Duck bleibt Mensch, was immer er erleidet und tut. Donald macht mich weniger einsam.
Boris Pfeiffer

Der Enterich,
ja was bedeutet er für mich?
Als ich Ihn das erste mal sah,
war er mir ganz nah.
Sofort musste ich Ihn mir schnappen,
meine letzten Münzen berappen.
Eines war mir sofort klar,
ich liebe die gesamte Entenschar.
Nicole Diehl

Ohne einen liebenswerten Pechvogel wie Donald Duck wäre die Disney-Welt schwarz-weiß. Donald ist eine tollpatschige und lustige Figur. Seine Art und die Tatsache, dass er kein Glückspilz ist, machen ihn einfach sympathisch. Was mir an den Geschichten missfällt? Dass Onkel Dagobert Donald manchmal ausnutzt, wobei dies eigentlich schon zu den Geschichten gehört. Meine Lieblingsepisode:  „Goldfieber“. Die ist wirklich toll und spannend!
Max Georg Engel

Donald ist Kult, eine Figur aus meiner frühen Kindheit, wenn man einmal anfängt zu lesen, verschlingt man einfach alle Episoden die man zur Hand hat.
Janine Sonntag

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Unikat. Bei unserer Leserin Claudia Puttkammer schmückt Donald die Schlafzimmerwand.Foto: Privat

Donald Duck ist für mich ein Wegbegleiter aus frühen Kindertagen. Da mein Vater jede Woche das Micky Maus Magazin kaufte, machte ich schon früh Bekanntschaft mit dem Enterich, der sich schnell zu meiner Lieblingsfigur aus der Disneywelt entwickelte. Auch heute noch habe ich das Magazin abonniert (wohl mit der Ausrede, dass ich zwei Kinder habe, allerdings lese ich das Heft zuerst), und Donald prangt selbst gemalt an der Wand in unserem Schlafzimmer. Beweisbild habe ich angefügt. ;-)
Claudia Puttkammer

Ich bin zehn Jahre alt und habe bei uns am Dachboden ein paar alte Comics von meinem Vater gefunden und fand sie sehr lustig. Jetzt kaufe ich mir jede Woche das Heft, das ist aber schon teuer finde ich. Das einzige was blöd ist, ist dass der Donald immer dumm da steht, obwohl er eigentlich nett ist.
Tobi Wedel

Ich bin mit ihm aufgewachsen, ich habe ihn heimlich unter der Schulbank gelesen, er war immer wie ich, es gab gute Tage und miese, bei ihm und bei mir, ihn lesen half fast immer und tut es noch heute, aber eins bekomme ich bis heute nicht auf die Reihe: Warum habe ich keinen Onkel Dagobert in der Familie ? Aber die Welt ist nicht gerecht, sie ist Donald!
Herbert H. Heller

Er ist für mich ein Pechvogel, der sein Schicksal mit Herz, Witz und Offenheit meistert. Seine Schwächen und seine Misserfolge machen ihn liebenswert und sympathisch. Trotz Geldnot gibt er nie auf. Was mir an den Geschichten aus Entenhausen missfällt? Das nur die Frauen Schuhe tragen, Donald nie Hosen trägt und das die Liebe oft zu kurz kommt. Meine Lieblingsepisode: "Der goldene Helm". Anderen Lesern empfehle ich "Im Land der viereckigen Eier": Alles, was rund ist, ist hier absolut verboten, und es kommt zu aberwitzigen Momenten ohne Ende. Wer lieber Kriminalgeschichten liest hat mit "Das goldene Vlies" seine Freude.
Carl Schmid

Ich bin schon seit Kindertagen ein großer Fan. Geboren 1969 in der DDR, habe ich Donald im Fernsehen verfolgt, oder mal ein Heftchen verschlungen, das Opa von einem Besuch in Westdeutschland mitbrachte. Das wurde dann immer und immer wieder gelesen und behütet wie ein Schatz. Oft habe ich mit ihm gelacht und manchmal Parallelen zu mir entdeckt. Bin manchmal auch ein Pechvogel, worüber ich meist schmunzeln kann. Und jeder hat seine Macken wie Donald, was ihn grad so liebenswert macht, oder?
Donald ist einfach Kult, und das wird er auch immer bleiben.
Constanze Johr

Donald Duck bedeutet mir sehr viel, da ich mit Donald & Co. aufgewachsen bin. Die Figur mag ich deshalb - und sie ist vermutlich so beliebt - weil sie einfach so ist, wie du und ich, sich also jeder ein wenig in Donald wiedererkennt! Missfallen tut mir nichts an den Geschichten aus Entenhausen - denn da ist doch irgendwie alles noch in Ordnung. Die Bösen (Panzerknacker, Hexe Gundel) werden geschnappt, und alle sind irgendwie fröhlich. Disney bzw. Entenhausen ist einfach ideal für Kinder und Erwachsene - es ist nett und unterhaltsam.
Jürgen B. Pöhler

Für mich hatte Donald als Kind eine ganz besondere Bedeutung. Ich war großer Donald-Duck-Fan und habe mir wöchentlich Mickey Maus Magazin und je nach Möglichkeit immer Lustige Taschenbücher gekauft. Meine Mutter war alleinerziehend und fand, als ich ungefähr acht Jahre alt war, einen neuen Mann. Ein großes Glück war, dass dieser "Neue" als Kind ebenfalls Donald-Duck-Fan gewesen war und deswegen sofort einen Zugang zu mir finden konnte. So wurde er sehr schnell ein Teil unserer Familie. Danke Donald!
Julia Schmidt


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