Max-und-Moritz-Preis 2014 : Erlangen sucht die besten Comics

Der wichtigste deutschsprachige Comicpreis ist wieder ausgeschrieben worden. Neu in der Jury ist neben der Comiczeichnerin Isabel Kreitz diesmal auch ein Tagesspiegel-Vertreter.

Auf den Spuren von Wilhelm Busch: Auf dieser Bühne wird auch 2014 der Max-und-Moritz-Preis vergeben werden.
Auf den Spuren von Wilhelm Busch: Auf dieser Bühne wird auch 2014 der Max-und-Moritz-Preis vergeben werden.Foto: Erlangen/Promo

Im Rahmen des 16. Internationalen Comic-Salons Erlangen vom 19. bis 22. Juni diesen Jahres wird im Erlanger Markgrafentheater mit dem Max-und-Moritz-Preis erneut die wichtigste Auszeichnung für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum verliehen. Der Preis, der seit 1984 alle zwei Jahre durch eine von der Stadt Erlangen berufene unabhängige Fachjury vergeben wird, hat in den zurückliegenden 30 Jahren „wesentlich zur Anerkennung der Comic-Kunst im deutschen Sprachraum beigetragen“, wie die Veranstalter schreiben.

Am Mittwoch wurde die Ausschreibung für den Max-und-Moritz-Preis an rund 250 Verlage verschickt. Und es wurden zwei neue Jury-Mitglieder verkündet. Neben den bisherigen Mitgliedern Bodo Birk (Leiter des Internationalen Comic-Salons Erlangen), Christian Gasser (Autor, Dozent an der Hochschule Luzern – Design & Kunst), Herbert Heinzelmann (Journalist und Medienwissenschaftler, Nürnberg), Brigitte Helbling (Journalistin, Mitglied der Arbeitsstelle für Graphische Literatur der Universität Hamburg) und Andreas C. Knigge (Journalist und Publizist, Hamburg) sind diesmal auch die Hamburger Comiczeichnerin Isabel Kreitz und Tagesspiegel-Redakteur Lars von Törne in das Gremium berufen worden.

Mit dem Max und Moritz-Preis 2014 können Publikationen ausgezeichnet werden, die seit April 2012 erschienen sind. Nach der Jury-Sitzung Mitte April 2014 wird zunächst eine Liste mit den rund 20 Nominierungen veröffentlicht. Im Rahmen der Max-und-Moritz-Gala am 20. Juni um 21 Uhr werden die Preisträger bekannt gegeben.

In der Regel wird die Auszeichnung in folgenden Kategorien vergeben: „Beste/r deutsch-sprachige/r Comic-Künstler/in“ (dotiert mit 5000 Euro), „Bester deutschsprachiger Comic“, „Bester in deutscher Sprache erschienener internationaler Comic“, „Bester deutschsprachiger Comic-Strip“, „Bester Comic für Kinder“, „Beste studentische Comic-Publikation“ (dotiert mit 1000 Euro) und „Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk“. Die Jury behält sich Änderungen der Kategorien im Lauf ihrer Sitzung vor. Der/die Preisträger/in des Sonderpreises für ein herausragendes Lebenswerk wird bereits vor der Preisverleihung veröffentlicht. Außerdem wird zum dritten Mal ein Publikumspreis vergeben, der in Internet-Umfragen ermittelt wird.

Im vergangenen Jahr wurden folgende Künstler und Werke ausgezeichnet:
Beste deutschsprachige Comic-Künstlerin: Isabel Kreitz;
Bester Comic-Strip: "Schöne Töchter" von Flix;
Bester internationaler Comic: "Gaza" von Joe Sacco, Edition Moderne;
Bester deutschsprachiger Comic: "Packeis" von Simon Schwartz, avant-verlag;
Bester Comic für Kinder: "Das tapfere Prinzlein und die sieben Zwergbären" von Émile Bravo, Carlsen Verlag;
Beste studentische Publikation: "Ampel Magazin", Hochschule Luzern – Design & Kunst;
Publikumspreis: "Grablicht" von Daniela Winkler, Droemer Knaur;
Spezialpreis der Jury: Rossi Schreiber für ihre Pionierarbeit und ein großes Abenteuer als Comic-Verlegerin (Schreiber & Leser);
Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk: Lorenzo Mattotti. (Tsp)

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