Neues aus Weißensee : Wolfstränen

Die Kunsthochschule Berlin-Weißensee hat viele namhafte deutsche Comiczeichner geprägt. Zweiter Teil unserer Serie mit neuen Werken von Studenten und Absolventen.

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Zum Fressen gern. Szene aus "Meine Nachbarinnen".Illustration: David Parrat

Jedes Jahr absolvieren neue Comic-Künstler ihr Studium als Grafiker, Zeichner und Illustratoren an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Ihre Bildgeschichten wird der Tagesspiegel ab jetzt regelmäßig auf seinen Comicseiten veröffentlichen.  Mehr zu dem Projekt findet man unter diesem Link. Nachdem letzte Woche eine Bildgeschichte von Julia Pieper zu sehen war (zu finden unter diesem Link), zeigen wir heute eine Kurzgeschichte von David Parrat. Hier geht es zu der Geschichte.

Der Kommunikationsdesign-Student bereitet derzeit sein Diplom vor. Er gibt zusammen mit Julienne Jattiot das Comicmagazin „Limace" heraus. Das Heft erscheint drei Mal im Jahr und hat jeweils ein vorgegebenes Thema, zu dem Zeichnerinnen und Zeichner aus Weißensee und zunehmend auch von anderswo Beiträge beisteuern.

„Die Hauptidee war, Spaß am Zeichnen zu haben und freie Bahn für Experimente zu lassen“, erklärt Julienne Jattiot. Die Kurzgeschichten stammen von Zeichnern und anderen Künstlern aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und der Ukraine.

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Wal-Verwandtschaften. Titelbild des Comicmagazins "Limace", herausgegeben von Julienne Jattiot und David Parrat. Das Thema dieser...Illustration: Julienne Jattiot

„Wir wollen vor allem, dass die Hefte sich verbreiten und verkaufen sie zu einem sehr billigen Preis, um die Herstellungskosten zu decken, aber mehr nicht“, sagt Jattiot. Limace gibt es in einigen Berliner Comic-Buchhandlungen für vier Euro zu kaufen: Renate, Neurotitan, Grober Unfug (U-Bahnhof Weinmeisterstraße), Modern Graphics.

David Parrat und Julienne Jattiot kümmern sich um die Gestaltung und den Herstellungsprozess des Heftes und drucken es in den Werkstätten der Kunsthochschule. Inzwischen sind 13 Ausgaben erschienen, das aktuelle Heft hat das biblische Thema „Jonas“. Dafür haben sich diesmal alle Künstler getroffen und innerhalb von zwölf Stunden ihre Beiträge zum Thema gezeichnet.

Andere Themen lauteten “Wilder Westen“, „Nachbarn“, „Klima“ oder „Grenzen“. Das nächste Heft soll das Thema Umwandlung/Verwandlungen haben. Der Titel “Limace” heißt auf Französisch Nacktschnecke, erklärt Julienne Jattiot. „Wir haben das Heft so genannt, weil wir fanden, dass wir ein bisschen langsam mit unseren drei Heften im Jahr sind.“ Angesichts der vielen Projekte, die sie und ihre Mitstreiter nebenher noch durchführen, können sich drei Ausgaben im Jahr aber durchaus sehen lassen. (lvt)


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