"One Piece" bricht Rekorde : Der ist 300 Millionen wert!

Der Manga "One Piece" ist in Japan Dauerbrenner. Evergreens wie "Dragon Ball" oder "Kochikame" hat die Piratensaga schon längst hinter sich gelassen. Mit Erscheinen des 72. Bandes knackte die Serie jetzt die 300-Millionen-Auflage - und feierte sich auf spektakuläre Art.

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Anzeige in der New York Times: This is the Manga! Foto: Promo
Anzeige in der New York Times: This is the Manga!Foto: Promo

Eichiiro Oda setzt seine Rekorde am liebsten selbst: Im Herbst 2002 veröffentlichte der Mangaka den 25. Band seiner Piratensaga "One Piece". Titel damals: "Der 100-Millionen-Mann", bezogen auf das Kopfgeld des Protagonisten der Serie, den Piratenkapitän Monkey D. Luffy (im Deutschen angeglichen auf ein rollendes "Ruffy"). Die Manga-Serie lief da bereits fünf Jahre und war in Japan populär wie einst "Dragon Ball". Dass die Bände, Tankobon genannt, jedoch auch ein Kopfgeld - oder vielmehr eine Auflage - von über 100 Millionen erreichen würden, war noch nicht absehbar. Allzeit-Spitzenreiter der meistverkauften Mangabände war "Dragon Ball" mit über 150 Millionen zirkulierenden Tankobon.

Das ist längst Geschichte: So wie der Piratenkapitän mittlerweile eine Kopfgelderhöhung auf über 300 Millionen Berry, der fiktiven Währung, erhielt, hat auch der Manga alle Auflagenrekorde geknackt.

345 Millionen Exemplare sind weltweit verkauft, über 300 davon allein in Japan, wie Anime News Network berichtet. Die magische Marke wurde offiziell zum Verkaufsstart des aktuellen 72. Tankobon in Japan erreicht. Insgesamt erscheint "One Piece" mittlerweile in 25 Ländern weltweit, in Deutschland wird derzeit der 68. Band verkauft. In der Geschichte werden die Abenteuer des jungen Piratenkapitäns Luffy erzählt, der mit seiner Crew die gesamte - sehr ozeanlastige - Welt umsegeln will. Sein Wunsch ist, König aller Piraten zu werden; die Erfüllung hängt jedoch nicht allein davon ab, wie viel Seegefechte sich Luffy liefern will, sondern mit fortlaufender Geschichte vor allem davon, ob er sich der düsteren und kriegerischen Geschichte stellen kann, die im Kosmos von "One Piece" wartet.

"One Piece" feiert sich mit weltweiten Anzeigen - und hofft auf die nächsten Rekorde

Den 30-Millionen-Durchbruch feierte der japanische Verlag Shueisha jetzt mit einer groß angelegten Werbekampagne in den japanischen Tageszeitungen. Es ist auch eine Art Dankeschön an die Fans: Für jede der 47 japanischen Präfekturen wurden eigene Anzeigen entworfen, die eine kulturelle Besonderheit der jeweiligen Präfektur mit einem Highlight des Manga verknüpft. So badet in den "Höllenbecken" genannten heißen Quellen der Präfektur Oita der Manga-Charakter Hanyabal, ein teufelshörniger Gefängniswärter. Und im Meeresaquarium von Okinawa taucht ein echter Walhai mit dem hinein gezeichneten Fischmenschen Jimbei.

Für die Kampagne zeichnet die Agentur "Sanoku ThanX" verantwortlich. Und diese hat auch Amerika beliefert: Nach Japan der größte Absatzmarkt, erschien vergangene Woche in der "New York Times" eine ganzseitige Anzeige unter dem Slogan "This is the Manga!".

Die Welt von "One Piece"
Andere wichtige Elemente sind Humor - so kommt Luffy nie ohne eine dicke Portion Fleisch aus... Bild: PromoWeitere Bilder anzeigen
1 von 11Bild: Promo
20.02.2013 13:38Andere wichtige Elemente sind Humor - so kommt Luffy nie ohne eine dicke Portion Fleisch aus...

Dass die Rekorde weiter klettern werden, scheint gewiss: Aktuell ist "One Piece" in Japan bei 729 Kapiteln in 72. Bänden angelangt - jedoch erst bei der Hälfte der geplanten Erzählung. Autor Eichiiro Oda dürfte also noch mindestens weitere 50 Bände füllen, bevor seine Piratengeschichte endet. Und auch das Kopfgeld des Kapitäns wird er weiter klettern lassen. Aktuell liegt es bei 400 Millionen Berry.

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