Predators : Skizzen einer Jagd

Derzeit läuft der Science-Fiction-Horrorfilm „Predators“ im Kino. Der offizielle Comic verrät manches über die Vorgeschichte des Helden.

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Im freien Fall: Eine Szene aus dem Comic.
Im freien Fall: Eine Szene aus dem Comic.Foto: Cross Cult

Wer genau die Aliens sind, woher sie kommen und was sie mit ihrem Leben sonst so anstellen, wenn sie nicht gerade Menschen abschlachten, bleibt auch in Nimród Antals aktueller Version der Predator-Saga (Rezension unter diesem Link) weitgehend unklar. Das war zu erwarten, sonst ginge am Ende noch etwas vom Grusel verloren, und außerdem könnte wohl kein Storyteller der Welt plausibel erklären, warum sich die Viecher nicht wenigstens ihre hässlichen Rastas abschneiden.

Was beim Blockbuster „Predators“ jedoch überrascht: Auch über Söldner Royce, die von Adrien Brody gespielte menschliche Hauptfigur, erfährt man im Film kaum etwas. Selbst seinen Vornamen gibt der geheimnisvolle Held erst kurz vor der finalen Kampfszene preis.

Ein wenig mehr Informationen liefert der offizielle Comic zum Film, der nun parallel zum Kinostart bei Cross Cult auf Deutsch erschienen ist. Er erzählt die Geschichte von Royces vermutlich letztem Auftrag, bevor dieser von Predators gekidnappt und auf ihrer Spielwiese ausgesetzt wird: Söldner Royce lässt sich in Afrika von einem skrupellosen Diktator anheuern, um einen Trupp Rebellen zu lynchen. Dabei zeichnet der Comic das Bild eines brutalen, verbitterten, äußerst effektiven Killers - und macht Adrien Brodys Figur zumindest etwas verständlicher.

Eine zweite Geschichte erzählt den Überlebenskampf eines US-Soldaten der Special Forces, der in Afghanistan gegen Taliban operiert, nach seiner Verwundung von Predators verschleppt und auf einem fremden Planeten als Beute ausgesetzt wird. Auch dieser Charakter kommt im Film vor, allerdings nur kurz als Leiche, die Royce und seine Mitstreiter nach ihrer Landung im Urwald vorfinden.

Der Comic ist somit ein doppelter Prequel, der aber sowohl vor als auch nach dem Kinobesuch gelesen werden kann – eine sinnvolle Ergänzung, kein bloßer Marketing-Trick. 

David Lapham, Marc Andreyko, Guilherme Balbi und Gabriel Guzman: Predators: Movie-Prequel, 104 Seiten, 14,80 Euro, Cross Cult Verlag. Leseprobe unter diesem Link.

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