Superhelden-Comics : Ein arabischer Held

Ein neuer US-Superheld hat neben übermenschlichen Kräften auch einen ungewöhnlichen Migrationshintergrund.

Politikum: Der neue Held bei seiner Initiation.
Politikum: Der neue Held bei seiner Initiation.Foto: DC/Promo

Gebürtige Kryptonier, Heldinnen aus fernen Amazonenreichen und ein hammerschwingender Kämpfer aus der nordischen Götterwelt: Einwanderer aus fernen Welten gehören seit jeher zum Inventar der US-amerikanischen Superheldenwelt. Nun gibt es ungewöhnlichen Zuwachs mit Migrationshintergrund, der angesichts der Entwicklungen seit dem 11. September 2001 durchaus als politisches Statement verstanden werden darf: Der US-Verlag DC Comics hat seine Serie „Green Lantern“ um einen Amerikaner mit arabischen Wurzeln erweitert.

Der neue Held mit dem Namen Simon Baz stammt aus Detroit und hat libanesische Wurzeln. Dabei ist die Heldenbiografie an die wahre Lebensgeschichte des Kreativdirektors von DC Comics und Autors der Serie, Geoff Johns, angelehnt. Wie die anderen Protagonisten der Reihe ist auch Baz ein zwiespältiger Charakter. Nachdem er seinen Job in einem Autowerk in Detroit verliert, geht er dazu über, Autos zu stehlen, um über die Runden zu kommen. Eines Tages knackt er den falschen Wagen und wird zum Ziel von Antiterrorfahndern, bevor er schließlich für die Superheldentruppe rekrutiert wird. Eine sogenannte Nullnummer („Zero Issue“) zur Einführung von Baz ist diese Woche in den Handel gekommen, zuvor war er bereits in einem Sonderheft zum Free Comic Book Day zu sehen. (dapd/lvt)

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