Tagesspiegel-Comicserie : Gezeichneter Exportschlager

Flix' Serie „Da war mal was...“ ist nicht nur als Buch ein Bestseller - auch die Plakatausstellung mit seinen deutsch-deutschen Erzählungen ist international gefragt. Jetzt sind Übersetzungen ins Russische und Englische in Vorbereitung.

Exportschlager. Flix zwischen Ausstellungstafeln mit seinen Tagesspiegel-Strips.
Exportschlager. Flix zwischen Ausstellungstafeln mit seinen Tagesspiegel-Strips.Foto: dpa

Es begann als Comicserie im Tagesspiegel – und endete als Wanderausstellung, die um die Welt geht. Mehr als 100 Schulen und 50 außerschulische Einrichtungen haben inzwischen die Plakatschau „Da war mal was...“ mit den Tagesspiegel-Comics von Felix Görmann alias Flix zu Themen der deutsch-deutschen Teilung bestellt.

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die das vor gut einem Jahr gestartete Projekt betreut und pädagogisches Begleitmaterial für die Sekundarstufen I und II erarbeitet hat, wurde von dem Erfolg ebenso überrascht wie der Zeichner. „Es ist großartig, dass Lehrer heute weniger Berührungsängste mit dem Medium Comic haben als noch zu meiner Schulzeit“, sagt Flix. „Ich bin echt überrascht über die positive Dynamik, die das Projekt angenommen hat.“ Die Serie sollte „doch nur eine kleine Comicreihe für den Tagesspiegel werden - und jetzt sind es wohl meine am meisten gelesenen Geschichten…“ Neben Dutzenden Schulen – je zur Hälfte aus Ost und West – gibt es Anfragen von Schulen und Instituten in Peru, Belgien, den USA, Bolivien, Brasilien, den Niederlanden und den Vereinigten Arabischen Emiraten, sagt Flix.

Derzeit wird die Ausstellung ins Russische und Englische übersetzt, sagt Sabine Ross von der Bundesstiftung. Sie erklärt sich den Erfolg auch damit, dass die Comics „vielschichtig, aufrichtig und amüsant“ sind und „Schüler da abholen, wo sie stehen“. So vermittelten Comics deutsch-deutsche Geschichte, „die weit über reines Faktenwissen hinausgeht und besonders für ein junges Publikum attraktiv ist“. Ausstellungen wie diese, sagt sie „sollten verstärkt angeboten werden, da sowohl Schulen als auch außerschulische Bildungseinrichten damit ihr Angebot erweitern und ein junges Publikum ansprechen können“.

Schulen können die Ausstellung bestellen unter www.stiftung-aufarbeitung.de/Flix. Eine Sammlung von Tagesspiegel-Artikeln über Flix steht unter diesem Link. Und seinen aktuellen Strip für die Sonntagsseiten des Tagesspiegels findet man unter diesem Link.

(lvt)

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