Tierisches : Die Katze lässt das Mausen

Frank Aschs hinreißend bebilderter Comic „Mrs. Marlowes Mäuse“ ist ein Aufruf zur Zivilcourage - getarnt als Tiergeschichte mit Miezen und Nagern.

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Zivilisiert. Mrs. Marlowe ist eine Katze.Foto: promo

Diese Katze ist anders. Eine große Mäuse-Sippe hat Unterschlupf in der Wohnung der Katzenwitwe Eleanor Marlowe gefunden. Und „Mrs. Marlowes Mäuse“ haben dort ein sicheres, behagliches Leben. Denn die elegante Katzenfrau teilt ihren Käse mit den Nagern, statt sie als schmackhafte Delikatesse zu verfolgen. Eine in Katzland ganz und gar ungewöhnliche Lebensart. Als diese besondere Wohngemeinschaft auffliegt, stehen plötzlich die Polizeikater vor der Tür und fordern die Auslieferung der kleinen Mitbewohner. Doch Mrs. Marlowe rettet ihre Mäusefamilie mit einer spektakulären Aktion.

Der US-Amerikaner Frank Asch hat eine universell gültige Geschichte über den Mut zur Zivilcourage geschrieben. Sein Sohn Devin Asch hat die berührende Story auf hinreißende Art bebildert: Wie ein Film aus den 20er oder 30er Jahren breitet sich das Szenario vor den Augen des Betrachters aus. Seine ernste, damenhafte Mrs. Marlowe lebt in einer ausgesucht geschmackvollen Wohnung, die von der Stoff-Tapete bis zur Jugendstil-Lampe bis ins Detail sorgfältig gestaltet ist. Die dunklen Farbtöne unterstreichen nicht nur die Eleganz der Katzenlady, sondern auch die Bedrohung, der sie und ihre Mäuse ausgesetzt sind. dpa

Erschienen bei Jacoby & Stuart, Berlin, 32 Seiten, 12,95 Euro.

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