Veranstaltungen : Starker Auftritt

An diesem Sonntag findet zum dritten Mal die Berliner Comicbörse statt – mit einem beeindruckenden Aufgebot an internationalen Szene-Stars.

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Klassiker. Auch Hermann Huppen, der die Wildwest-Serie »Comanche« zeichnete, kommt zur Comicbörse.Illustration: Hermann/Splitter

So viele prominente Zeichner und Autoren wie am kommenden Sonntag trifft man in dieser Häufung sonst eigentlich nur beim Comicsalon Erlangen, der größten und wichtigsten Comicveranstaltung Deutschlands: Die vor gut einem Jahr von Comic-Händler Carsten Laqua und einigen Mitstreitern wie dem Laden Toyboxx ins Leben gerufene neue Berliner Comicbörse ist dabei, sich als feste Größe der deutschen Comicszene zu etablieren. Das merkt man nicht nur an der Beteiligung der Verlage, die am kommenden Sonntag dabei sind: Neben den Independent-Verlagen Avant, Piredda, Reprodukt und Salleck ist diesmal auch der Superhelden-Platzhirsch Panini mit von der Partie, ebenso der Mosaik-Verlag. Die größte Anziehungskraft auf Comic-Fans aus Berlin und Umgebung dürfte aber die beachtliche Liste der namhaften Zeichner und Autoren ausüben, die am 18. April persönlich auf der Börse anwesend sind und ihre Werke signieren:

Der wohl renommierteste internationale Gast ist der Belgier Hermann Huppen. Er hat sich in vier Jahrzehnten primär als Zeichner aber auch als Autor diverser Abenteuerserien weltweit einen Namen gemacht, zu seinen bekanntesten Werken gehören „Andy Morgan“, „Jeremiah“, „Die Türme von Bos Maury“ (mehr zu diesen Reihen unter diesem Link) sowie die Wildwest-Serie „Comanche“.

International inzwischen fast ebenso bekannt ist der derzeit wohl erfolgreichste und produktivste Superhelden-Titelzeichner der Welt: Marko Djurdejevic, der kürzlich unweit seiner Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg seine eigene Kunstgalerie eröffnet hat. Neben ihm wird auch Superhelden-Zeichner Giuseppe Camuncoli signieren.

Auf dem Sprung in die internationale Spitzenliga ist dieser Tage ein weiterer Berliner, der ebenfalls am kommenden Sonntag angekündigt ist: Reinhard Kleist („Lovekraft“, „Dorian“, „Scherbenmund“, „Havanna“), der kürzlich für seine Johnny-Cash-Biografie für den Eisner Award nominiert wurde - mehr dazu hier. Ob er am 18. April wirklich zur Comicbörse kommt, ist allerdings noch fraglich: Laut Ankündigung auf seiner Website weilt er bis 22. April in New York, wo er die US-Ausgabe seines Beststellers vorstellt.

Kleists Ateliergenosse Fil alias Philip Tägert („Didi & Stulle“) ist ebenfalls angekündigt. Desweiteren Felix Meynet, der für seine freizügigen Frauenzeichnungen bekannt ist, Rainer Engel („Horror Schocker“) sowie der Brandenburger NewcomerTomppa, der kürzlich mit der selbstverlegten Serie „Der Engel“ einen in Berlin spielenden Superheldencomic geschaffen hat.

Manga-Fans dürfen sich auf den Besuch von Dörte Dettlaff aus Rostock freuen, die mit „Twins Love Panik“ kürzlich ihr Debüt bei Carlsen veröffentlicht hat.

Berliner Comicbörse, 18. April von 10 bis 16 Uhr, Ellington-Hotel, Nürnberger Str. 55 10789 Berlin. (lvt)

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