Kultur : Countdown: die Nominierungen für die Oscars

Findet sie statt oder nicht, die 80. OscarVerleihung am 24. Februar? Die Frage, ob die Gala wegen des Streiks der Drehbuchautoren abgesagt werden muss, treibt die Filmbranche genauso heftig um wie die Debatte um die Königsdisziplin Bester Film. Favoriten mit je acht Nominierungen sind jedenfalls der Westernthriller der Coen-Brüder „No Country for Old Men“ über Gangster im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet sowie Paul Thomas Andersons Historiendrama um einen aufstrebenden Öltycoon, „There Will Be Blood“; die britische Ian-McEwan-Verfilmung „Abbitte“ und der Justizthriller „Michael Clayton“ mit George Clooney folgen mit je sieben Nennungen.

Besonders spannend wird es für die doppelt nominierte australische Schauspielerin Cate Blanchett: Sie hat Chancen auf einen Oscar als königliche Hauptdarstellerin in „Elizabeth – Das Goldene Königreich“ sowie als Nebendarstellerin im Bob-Dylan-Film „I’m Not There“. Dabei hätte Blanchett als konkurrenzlos aufregendste aller Dylan-Darsteller, die Todd Haynes in seinem Bio-Puzzle versammelt, eigentlich einen Preis als bester Hauptdarsteller verdient. Die Hoffnung der Deutschen: Bei den Auslands-Oscars war Fatih Akins „Auf der anderen Seite“ schon im Vorfeld ausgeschieden. Aber mit Stefan Ruzowitzkys „Die Fälscher“ ist immerhin eine deutsch-österreichische Koproduktion dabei. Die wichtigsten Nominierungen im Überblick:

Bester Spielfilm:

„Abbitte“ von Joe Wright

„Juno“ von Jason Reitman

„Michael Clayton“ von Tony Gilroy

„No Country for Old Men“ von Ethan und Joel Coen

„There Will Be Blood“ von Paul Thomas Anderson

Beste Regie:

Paul Thomas Anderson

Ethan und Joel Coen

Tony Gilroy

Jason Reitman

Julian Schnabel (für „Schmetterling und Taucherglocke“)

Beste Hauptdarstellerin:

Cate Blanchett („Elizabeth“)

Julie Christie („An ihrer Seite“)

Marion Cotillard („La Vie en Rose“)

Laura Linney („The Savages“)

Ellen Page („Juno“)

Bester Hauptdarsteller:

George Clooney („Michael Clayton“)

Daniel Day-Lewis („There Will

Be Blood“)

Johnny Depp („Sweeney Todd“)

Tommy Lee Jones („Im Tal von Elah“)

Viggo Mortensen („Tödliche

Versprechen“)

Beste Nebendarstellerin:

Cate Blanchett („I’m Not There“)

Ruby Dee („American Gangster“)

Saoirse Ronan („Abbitte“)

Amy Ryan („Gone Baby Gone“)

Tilda Swinton („Michael Clayton“)

Bester Nebendarsteller:

Casey Affleck („Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert“)

Javier Bardem („No Country for ...“)

Philip Seymour Hoffman („Der Krieg des Charlie Wilson“)

Tom Wilkinson („Michael Clayton“)

Hal Holbrook („Into the Wild“)

Bester ausländischer Film:

„Beaufort“ (Joseph Cedar, Israel)

„Die Fälscher“ (Stefan Ruzowitzky,

Österreich/Deutschland)

„Katyn“ (Andrzej Wajda, Polen)

„Der Mongole“ (Sergej Bodrov,

Kasachstan)

„12“ (Nikita Michalkov, Russland) Tsp

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