Kultur : "Crocodile Dundee in Los Angeles": Man lacht nur dreimal

F. N.

Australier sind gefragt wie nie. Kaum haben Mel Gibson und Russell Crowe Konkurrenz durch Jüngere wie Heath Ledger und Hugh Jackman bekommen, da meldet sich ein halb vergessener Veteran zurück: Paul Hogan, der 1986 mit der Komödie "Crocodile Dundee" einen unerwarteten Welterfolg erzielte und 1988 einen zweiten Teil folgen ließ. Die Handlung des ersten Teils ähnelte der von "Tarzan, der Affenmensch": Frau aus der Zivilisation begegnet im Dschungel einem Wilden und bleibt fortan an seiner Seite. Mick Dundee trägt zwar keinen Lendenschurz, doch mit seiner ungehobelten Art lehrt er die Großstädter das Fürchten.

Diesmal begleitet Dundee seine Gefährtin Sue (Linda Kozlowski) nach Los Angeles, wo sie sich journalistisch betätigt - Anlass, die dortige Filmindustrie aufs Korn zu nehmen. Zudem kommt Sue einer Bande von Kunsträubern auf die Schliche. Ziemlich harmlose Unterhaltung ist es, die da unter Simon Wincers Regie geboten wird. Der Anblick eines Aborigines mit Handy vermag keine Lachkrämpfe auszulösen, ebensowenig Dundees Kampf mit der Technik in Sues durchgestyltem Apartment. Doch der zerknitterte Hogan und die strahlende Kozlowski sind in Sachen gute Laune nicht auf erstklassige Pointen angewiesen. Was vom Drehbuch her nur eine biedere Komödie geworden wäre, ist dank der Besetzung ein wunderschöner Liebesfilm.

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