D.D. Dumbo, Solange, Metallica, Sido : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Popkritiker/-innen in der Radio-eins-Sendung „Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von D.D. Dumbo, Solange, Metallica und Sido.

Oliver Perry aka D.D. Dumbo
Drei Jahre arbeitet er an seinem Debüt: Oliver Perry aka D.D. Dumbo.Foto: 4AD

D.D. Dumbo: Utopia Defeated (4AD)

D.D. Dumbo heißt zum Glück anders. Der Australier Oliver Perry hat drei Jahre an dem Album gefrickelt und gefummelt. Dennoch klingt dieser perfekte musikalische Zirkus erstaunlich locker. Aus allen Nähten platzen die Ideen, auch wenn Dumbos Stimme bisweilen erschreckend an Sting erinnert. Andreas Müller, Moderator

Solange: A Seat at the Table (Sony)

Solanges 3. Album reiht sich ein in die Liste der großartigen Alben zum Thema ‚Black Identity“ in den USA. Explizit und doch subtil fächert die 30-Jährige auf, was es bedeutet, schwarz und weiblich zu sein in einer weißen männlichen Welt. Das Album, mit dem sie aus dem Schatten ihrer Schwester Beyoncé tritt. Elissa Hiersemann, Radio Eins

Metallica: Hardwired ... To Self-Destruct (Universal)

Metallica haben ihre Fans acht Jahre auf ein neues Studio-Album warten lassen. Die drei im Vorfeld veröffentlichten neuen Songs besinnen sich auf alte Stärken und stimmten optimistisch – kann der Rest des Doppelalbums das bestätigen? Oder folgt jetzt die Selbstzerstörung? Torsten Hempelt, Radio Eins

Sido: Das Goldene Album (Universal)

Ob Masafaka, Geuner oder Männaz mit Vaginaz – die milieuspezifischen Betrachtungen des einstigen Aggrorappers aus dem Märkischen Viertel haben begrenzten Relevanzradius, sind aber unterhaltsamer als das Mundgeficke etlicher Kollegen. Musikalisch ist das Ganze gut aufgestellt mit Anleihen bei Nas, Wu-Tang Clan oder Mobb Deep. Jörg Wunder, Tagesspiegel

0 Kommentare

Neuester Kommentar