Damien Hirst : Kunst als Schnäppchen

Eine englische Galerie verlost ein Werk von Damien Hirst, einem der teuersten lebenden Künstler der Welt, für den Schnäppchenpreis von einem britischen Pfund - umgerechnet 1,41 Euro.

LondonDie Zeichnung auf einem Ausstellungskatalog sollte eigentlich im renommierten Auktionshaus Sotheby's versteigert werden, berichtete die Zeitung "Guardian". Doch Hirst und die Galerie in Leeds, der Stadt, in der der britische Künstler aufwuchs, einigten sich darauf, dass die Verlosung für einen Wohltätigkeitszweck einen größeren kulturellen Wert habe.

"Irgendjemand wird einen Hirst, der tausende Pfund wert ist, für nur ein Pfund bekommen", sagte der Sammler Jeffrey Sherwin. "Warum sollten immer nur die Betuchten die Gelegenheit haben, etwas Besonderes zu kaufen?" Zugleich wolle er mehr Kundschaft in seine frisch renovierte Galerie lotsen, da die Tickets nur dort zu haben sind. Der Gewinner wird am 20. Dezember gezogen. Auf den Katalog zeichnete Hirst unter anderem seine Markenzeichen, einen Hai und einen Totenschädel.

Erst kürzlich war eine von Hirst bekritzelte Serviette für 18.000 Pfund (rund 25.500 Euro) verkauft worden. Im August sorgte der Künstler für Furore, nachdem sein mit Diamanten besetzter Totenschädel für 50 Millionen Pfund den Besitzer wechselte. Hirst war mit einem eingelegten Riesenhai bei der Schock-Ausstellung "Sensation" Anfang der 1990er Jahre bekanntgeworden. Derzeit ist in New York Hirsts neueste Installation mit 30 toten Schafen zu sehen. (mit dpa)

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