Kultur : Danke, Moritz: zwei deutsche Filme in Venedig

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Erstmals seit vier Jahren nehmen wieder zwei deutsche Filme am Wettbewerb der Filmfestspiele Venedig (unter Leitung von Moritz de Hadeln) teil. Ins Rennen um die Löwen geht Doris Dörries Film „Nackt“, ein Beziehungs-Kammerspiel mit drei Paaren: Heike Makatsch und Benno Fühmann, Alexandra Maria Lara und Jürgen Vogel, Nina Hoss und Mehmet Kurtulus. Außerdem ist Winfried Bonengels „Führer Ex“ eingeladen. Der Film basiert auf Bonengels und Ingo Hasselbachs Bestseller „Die Abrechnung“, der Geschichte eines DDR-Anarchos, der in der Wendezeit zur rechten Szene abdriftet. Bonengel wurde 1993 mit „Beruf Neonazi“ bekannt, einem umstrittenen Porträt des smarten Rechtsradikalen Ewald Althans. Zuletzt war Deutschland 1998 mit Tom Tykwers „Lola rennt“ in Venedig vertreten.

Die Zeitschrift „Blickpunkt Film“ nennt außerdem vier US-Filme als Wettbewerbskandidaten: Sam Mendes’ „Road to Perdition“ (mit Tom Hanks, Paul Newman und Jennifer Jason Leigh), Thomas Harris’ Thriller „Red Dragon“ mit Anthony Hopkins, Ralph Fiennes, Emily Watson, Mary-Louise Parker und Havey Keitel, Andrew Nichols „Simone“ mit Al Pacino sowie Kathryn Bigelows neuer Streifen „K-19: The Widowmaker“. Bigelows Film erzählt die wahre Geschichte des ersten russischen Atom-U-Boots aus den sechziger Jahren. Aus Großbritannien und Schottland sind „The Magdalena Sisters“ von Peter Mullan, „The Good Thief“ von Neil Jordan und „Dirty Pretty Things“ von Neil Jordan im Gespräch. Aus Italien ist die Teinahme von Liliana Cavanis „Ripley’s Game“ und von Edoardo Pontis „Between Strangers“ annonciert, mit Pontis Mutter Sophia Loren in der Hauptrolle. Die Retrospektive ist dem Italiens Altmeister Michelangelo Antonioni gewidmet; der Goldene Ehrenlöwe geht an den italienischen Regisseur Dino Risi. Tsp

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