Kultur : Das Berlinale-Netzwerk

-

Nana Frisch, Brun Mietzner, Klaus Möller, Sebastian Aperdannier, Ines Rösinger, Jürgen Stange, Steffen Jurk, Carola Piontek (von links nach rechts)

Wir sind das bestorganisierte Team der Berlinale!

Im Haus der Festspiele besetzen wir jeden Morgen den gleichen Tisch in der Mitte und packen aus: Kaffee, Croissants, Quarkbällchen; heute gibt’s einen selbstgebackenen Kuchen. Abwechselnd stehen wir dann an. Wir nehmen von der Berlinale jeden Tag die volle Packung! Die meisten in der Schlange kennen wir: Man begrüßt sich, jedes Jahr wieder.

Der Kern der Gruppe hat sich 1999 im Europacenter kennen gelernt, aber von Jahr zu Jahr werden wir mehr. Mittlerweile sind wir acht, aber oft gesellen sich Leute für den Tag dazu.

Kennen gelernt haben wir uns alle beim Warten. Teilweise sind richtige Freundschaften draus geworden, wir gehen auch so zusammen ins Kino, zumindest die Berliner unter uns.

Die Gruppe schart sich um Nana Frisch: Sie ist die „Mutter der Schlange“. Mit ihrer sehr kommunikativen Art und ihrem lauten, herzlichen Lachen hält sie alle zusammen. Nana und Steffen stehen meistens ganz vorne. Die Kassiererin hat schon mehrmals gesagt: „Ihr beide seid doch das perfekte Paar“, und will die beiden jeden Tag aufs Neue miteinander verheiraten. Bis jetzt erfolglos, wir sind alle nur befreundet.

In den Arkaden stehen wir übrigens nie, da ist’s zugig und die Einkäufer laufen an einem vorbei und fragen: „Wofür stehen denn die vielen Leute an?“

Pro Tag gucken wir vier bis sechs Filme an. Wir sprechen uns ab, so dass wir meistens alle zusammen im gleichen Kinosaal sitzen. Zwischen den Filmen gehen wir dann was trinken. Wenn die Berlinale vorbei ist, müssen wir erst mal runterkommen: Zur Abkühlung gehen wir am Montag drauf erst mal zusammen ins Kino.

Aufgezeichnet von Anne-Dore Krohn

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben