DAS EINHEITSDENKMAL, DIE ENTWÜRFE, DIE DEBATTE : Ausstellung und Protest

An diesem Dienstag um 17 Uhr wird die Ausstellung mit allen 532 Entwürfen zum „Denkmal für Einheit und Freiheit“ in Anwesenheit von Kulturstaatsminister Bernd Neumann und

Florian Mausbach, dem Präsidenten des Bundesamts für Bauwesen, im Kronprinzenpalais Unter den Linden eröffnet. Bis 31. Mai, täglich 10 –20 Uhr, Eintritt frei. Die 19-köpfige Jury hatte die erste Wettbewerbsstufe für gescheitert erklärt und dem Bund ein neues Verfahren mit eingeladenen namhaften Künstlern empfohlen.

Unter den teilnehmenden Architekten und Künstlern regt sich Unmut, beim Kulturstaatsministerium gab es Protestanrufe. Einzelne Teilnehmer haben das Bauministerium aufgefordert, ihre Entwürfe nicht zu zeigen – was jedoch abschlägig beschieden wurde. Zum einen wird kritisiert, das 532 Entwürfe in nur eineinhalb Tagen ohne inhaltliche Vorprüfung bewertet wurden, also im Schnitt mit

eineinhalb Sichtungsminuten pro Entwurf.

Außerdem widerspreche die namentlich gekennzeichnete Präsentation eines abgebrochenen Wettbewerbs den Geboten der Fairness: Sollte ein neuer Wettbewerb mit geladenen Künstlern und – wie empfohlen – einzelnen Bewerbern aus der ersten Runde stattfinden, widerspräche dies dem Auslobungstext des Bundes. Die neuen Teilnehmer könnten sich quasi gratis aus dem jetzigen

Ideenfundus bedienen. chp

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