Kultur : Das Gegenteil

Unter dem Titel "Jedem sein Phett" hatte der Tagesspiegel (Sonntag, 11.April) eine Kritik über den Auftritt von Hermes Phettberg in der Bar jeder Vernunft gedruckt.Der Kabarettist entgegnet jetzt unserem Kritiker: Daß ich untüchtig bin, und folglich die Religion wohl nicht retten werde, sehe ich sofort ein.Daß die gelingende Welt und die kritische Welt vor tüchtig Tüchtigkeit strotzt, ist ebenfalls evident, ich als untüchtiger darinnen also nicht am Platze bin, leuchtet mir alles ein, also besteht Ihre Kritik an meinen Auftritten in Berlin zu Recht.

Niemals habe ich aber gesagt: "Die Hitlerzeit ist vorbei, wir können in Ruhe verwesen."

Die Tendenz der Aussage war das absolute Gegenteil von braun.In etwa sage ich: Mir ist es ein gutes Zeichen, wenn Leichen sich in Wien gelegentlich bis zu 9 Jahre in ihren Wohnungen in die Parkettböden fressen.Es ist ein Zeichen für beginnenden Liberalismus.Nach einem elenden Leben wenigstens in Ruhe elend abkratzen dürfen.Ohne in den letzten Tagen noch ins Spital gezerrt zu werden...(Ungefähr so).

Ich bin elend und schlecht, aber ich bin wahrlich kein Nazi! Bitte dies Ihrer Leserschaft auszurichten! Danke!

Ergebenst: elender Hermes Phettberg

Tagesspiegel-Autor Norbert Tefelski bedauert das Mißverständnis, bleibt jedoch dabei, daß die Aussage Phettbergs im selben Wortlaut gefallen sei.

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