Kultur : Das Hansa-Theater hat eine neue Leitung, einen neuen Namen und neue Pläne

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Das Berliner Hansa-Theater erhält eine neue Leitung und einen neuen Namen. Klaus J. Rumpf und die Autorin Sabine Thiesler verlassen das Moabiter Volkstheater und übergaben gestern den Schlüssel des Hauses an die Nachfolger, den Schauspieler und Regisseur Claudio Maniscalco und seinen Bruder Pietro. Die Umbenennung in "Berlins Volkstheater Hansa" begründete der neue künstlerische Leiter Claudio Maniscalco mit der Identität des Theaters als Volkstheater, die sich auch im Namen präsentieren solle. Auch wolle man einer Namens-Verwechslung mit dem Hansa-Theater in Hamburg vorbeugen. Das Haus will weiterhin Possen und volkstümliche Stücke spielen, vor allem aber wie bisher den Berliner Dialekt pflegen, erklärten die Brüder der Presse. Mehrere Uraufführungen mit typisch Berliner Stoffen seien geplant: Die Spielzeit 1999/2000 eröffnet am 18. September die Uraufführung "Heinz Rühmann - der Clown". Folgen soll die Uraufführung der Milieukomödie "Die Bettelkönigin von Moabit" mit Brigitte Mira in der Hauptrolle. Mit einem ebenfalls neuen gastronomischen Konzept möchte das Theater noch mehr Zuschauer anlocken. Der Kaufmännische Direktor Pietro Maniscalco ist gelernter Restaurantfachmann. Klaus J. Rumpf zog in seiner Abschiedsrede noch einmal bittere Bilanz: Der Streit um Subventionen für das gutbesuchte Haus habe ihn "zermürbt", ein von ihm gewünschter Ausbau für größere Besucherzahlen war nicht finanzierbar. Das Theater erhielt zuletzt 1,5 Millionen Mark Subventionen jährlich, die für die nächsten drei Jahre auf 1,8 Millionen erhöht wurden.

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