Kultur : Das Haus der Kulturen der Welt zeigt die kulturelle Vielfalt in Deutschland

Das genaue,ständig aktualisierte Programm

Den Anfang macht "The Space Hotel" am 1. April im Berliner Haus der Kulturen der Welt. Folgen Musik-, Kunst-, Literatur- und Filmprogramme bis Juli 2000, in Berlin, Bielefeld, Düsseldorf, Bonn, Köln, Hagen, Mannheim, Stuttgart und München; auch Tanz und Theater fehlen nicht. "Heimat Kunst" versammelt Künstler aus aller Herren Länder - nein, das stimmt nicht, mit Künstlern aus Deutschland. Aber auch diese Formulierung ist recht eigentlich falsch, und genau darum dreht sich das groß angelegte Veranstaltungsprogramm, das das Haus der Kulturen gemeinsam mit neun anderen Veranstaltern auf die Beine gestellt hat. "Heimat Kunst" möchte urbane Kulturen in ihrer Vielfalt vorstellen, eben jenes kreative Potential einer interkulturellen Szene, die in Deutschland beheimatet ist, deren kulturelle Wurzeln aber woanders liegen.

So treten unter anderem auf: der bayerische Komponist Sandeep Baghwati, die Rapperinnen Sabrina Setlur und Aziza-A., die Schriftstellerin Terezia Mora, der Filmemacher Fatih Akin sowie Ismael Ivo, der seit 1996 das Tanztheater am Deutschen Nationaltheater in Weimar leitet. "Heimat Kunst", heißt es im Vorwort des Programm-Magazins, "ist kein Beitrag zur Asylpolitik". Das Projekt habe seinen Usprung vielmehr "in der Sprengkraft des kulturellen Dialogs". Vor allem drei Perspektiven sollen den Besuchern eröffnet werden. Die Perspektive der zweiten und dritten Migranten-Generation mit ihren Erfahrungen kultureller Brüche, die Perspektive des Kulturentransfers zwischen deutschen und außereuropäischen Künstlern, und drittens der Blickwinkel jener Künstler, die sich auf ihrem Weg für Deutschland als Wirkungsraum entschieden haben.Das genaue und ständig aktualisierte Programm ist im Internet nachzulesen, unter www.hkw.de .

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