Kultur : Das Jahrhundert: Vorschau auf die Berliner Festwochen

Einen Rückblick auf das 20.Jahrhundert wollen in diesem Jahr die 49.Berliner Festwochen bieten.Ausgehend von der Ausstellung "Ein Jahrhundert Kunst in Deutschland" in der Nationalgalerie wird es ab September ein Veranstaltungsprogramm aus Konzerten, Theater, Tanz und Literatur geben.Unter dem Motto "Ein Jahrhundert wird besichtigt" erläuterte Festpiel-Leiter, Intendant Ulrich Eckhardt, gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter, Torsten Maß, und Martina Dillmann, Sprecherin für die Ausstellung der Nationalgalerie, das Konzept.

Die große Ausstellung soll "keinen Überblick geben, sondern Blickachsen schaffen", erklärte Martina Dillmann.Themen sind "Die Gewalt der Kunst", "Geist und Materie" und "Collage - Montage".Das Rahmenprogramm widmet sich dem Rückblick punktuell: Für den Beginn des Jahrhunderts soll das Gesamtwerk des Komponisten Gustav Mahler stehen, ergänzt durch die Werke von Luigi Nono, Karlheinz Stockhausen und Olivier Messiaen.Korrespondenzen zwischen den Künsten indes sollen 20 musikalische und literarische Soiréen herstellen.Veranstaltungsort: ein weißer Kubus, installiert in der Oberen Halle der Neuen Nationalgalerie.Auch Tanz und Tanztheater sind in dieser Retrospektive vertreten: Pina Bausch und das Wupperthaler Tanztheater präsentieren mit "Le sacre du Printemps" ein Schlüsselwerk des 20.Jahrhunderts, nach Eckhardts Ansicht "ein Highlight".

Der Abschluß des 20.Jahrhunderts soll dem Theater vorbehalten sein: "Im Jahr zehn der neuen Zeitrechnung", so Torsten Maß, habe man sich auf die Theaterszene in Mittel- und Osteuropa konzentriert und darum fünf junge Theatermacher aus Bulgarien, Litauen, Mazedonien, Polen und Ungarn eingeladen.Diesen werden die fünf West-Künstler Jan Lauwers, Romeo Castelluci, Denis Marleau, Virgilio Sieni und Giorgio Battistelli gegenübergestellt.Und als Schmankerl gibt es No- und Bunraku-Theater aus Japan.

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